"Ich bin sehr glücklich. Wir alle haben gefeiert", sagte Sonia Nazario de Lima Medien in Rio de Janeiro. Sie habe von der Schwangerschaft am Samstag erfahren. Ronaldo hat bereits einen achtjährigen Sohn namens Ronald, der mit seiner Mutter - Ronaldos früherer Ehefrau Milene Domingues - in der spanischen Hauptstadt Madrid lebt.
Medien spekulierten am Montag, die Schwangerschaft könne die Aussöhnung des Pärchens nach dem Skandal begünstigen. Die 23-jährige Freundin Bia Antony war vor zwei Wochen aus der gemeinsamen Wohnung in Rio ausgezogen, nachdem Ronaldo in einem Stundenhotel Ärger mit drei Transvestiten gehabt hatte, die als Prostituierte arbeiten.
Ronaldo im Skandal um Sex und Drogen entlastet
Ronaldo Nazário de Lima, wie der einst als Wunderkind gefeierte Fußballer mit vollem Namen heißt, war am 28. April auf einer Polizeistation gelandet, nachdem ihm einer der Transvestiten vorgeworfen hatte, in Anspruch genommene Dienste nicht bezahlt zu haben und auf der Suche nach Drogen gewesen zu sein. Ronaldo warf dem Transvestiten wiederum vor, ihn erpresst und umgerechnet knapp 20.000 Euro Schweigegeld von ihm gefordert zu haben.
Inzwischen hätten die Transvestiten laut Ermittler Carlos Nogueira zugegeben, "dass sie bei allem, was sie bisher sagten, gelogen haben". Sie hätten klargestellt, "dass es weder Drogen noch Sex gab". Die Transvestiten, die sich Andreia Albertine (im Bild oben rechts) und Carla nennen, waren drei Stunden lang auf einer Wache im Osten von Rio de Janeiro befragt worden. Andreia droht nun eine Anklage wegen Erpressung.
"Das beschmutzt für immer meine Karriere"
Im einzigen Interview nach dem Skandal räumte Ronaldo ein, er schäme sich sehr, weil er "dumm gehandelt" habe. Obwohl er in einem Stundenhotel mit drei Transvestiten gewesen sei, sei er nicht homosexuell, versicherte der Weltmeister von 2002, der in seiner Heimatstadt Rio de Janeiro eine Knieverletzung auskuriert.
"Es ist, als ob ein Orkan mein Haus niedergerissen hat", sagte er. "Das beschmutzt für immer meine Karriere, aber ich muss sie wieder aufbauen."
Wegen Skandal Werbemillionen verloren
Das könnte jedoch schwer werden, hat Ronaldo aufgrund des Sexskandals doch neben der Freundin auch einen Millionen-Werbevertrag mit dem brasilianischen Mobilfunkanbieter TIM verloren. Der Zeitung "O Globo" zufolge werde der Weltmeister von 2002 allein bis Dezember drei Millionen US-Dollar verlieren. Der Vertrag sei mit 4,8 Millionen Dollar jährlich dotiert gewesen.
TIM habe eine Klausel des Vertrags geltend gemacht, die ein Ende der Zusammenarbeit bei "imageschädigendem Verhalten" vorgesehen habe. Nach Berichten brasilianischer Medien läuft Ronaldo nun auch Gefahr, Millionenverträge unter anderem mit Sportartikel- und Bierunternehmen zu verlieren.
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