Bereits 1969, 1986, 2000, 2003, 2005 und 2006 waren die Bayern in einer Saison Meister und Cupsieger geworden. Dieses Kunststück gelang den Münchnern auch 2008, im Pokalfinale hatte man sich gegen Dortmund 2:1 n.V. durchgesetzt. Der Traum vom Titel-Triple und dem Triumph im UEFA-Cup war ja vergangenen Donnerstag mit dem 0:4-Debakel im Halbfinal-Rückspiel gegen Zenit St. Petersburg geplatzt. Für Ottmar Hitzfeld, den künftigen Trainer der Schweizer Nationalmannschaft, war es bereits der siebente deutsche Meistertitel.
Die Bayern, die vom ersten Spieltag an in Front lagen, traten in Wolfsburg drei Tage nach dem Europacup-Debakel ohne die Topstars Kahn, Ribery, Klose, Lucio und Ze Roberto an. Die Leistung war ohne Glanz, die obligatorische Weißbier-Dusche gab's nach Schlusspfiff für den Champion trotzdem. Gefeiert wurde das Double noch am Abend in München. Die Maschine sollte um 22.00 Uhr in der bayrischen Landeshauptstadt landen, danach ging es zur teaminternen Party an einen geheimen Ort. Kahn und Co. waren dafür wieder im "Kader".
Luca Toni ist "sehr glücklich"
In der Euphorie des Sieges antwortete Luca Toni erstmals sogar auf Deutsch: "Wir sind deutscher Meister. Ich bin sehr glücklich." Der Italiener ließ dann in seiner Muttersprache folgen: "Nach der Enttäuschung von St. Petersburg ist das heute ein Fest." Jubeln konnte auch Manager Uli Hoeneß: "Die Mannschaft hat ihre Klasse gezeigt, darauf kann man aufbauen."
Hitzfeld nach "riesiger Erwartungshaltung" erleichtert
Und Meistermacher Hitzfeld meinte erleichtert: "Das war schon eine besondere Saison. Die Erwartungshaltung war riesig. Man hat enorme Investitionen getätigt. Wenn man deutscher Meister wird, ist das eine Genugtuung. Ich freue mich, dass ich Jürgen Klinsmann eine Super-Mannschaft übergeben kann, mit der man nächste Saison oben angreifen kann. Der UEFA-Cup war nicht gerade der beste Wettbewerb für uns. Jetzt haben wir St. Petersburg verkraftet, jetzt werden wir feiern."
Im zweiten Sonntagsspiel feierte Duisburg einen 3:2-Heimsieg gegen Leverkusen und schöpfte damit noch einmal im Abstiegskampf Hoffnung.
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