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27.03.2017 - 19:55
IS-Kämpfern ist es offenbar gelungen, zwei Leopard 2-Panzer der türkischen Armee zu erbeuten.
Foto: Twitter.com

Deutsche Leopard- Panzer in den Händen des IS

26.12.2016, 12:34

In Deutschland gefertigte Panzer in den Händen von Islamisten: In diesem Jahr war Deutschland neben den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur weltweit. Deutsche Waffen sind auf der ganzen Welt im Einsatz - auch im syrischen Bürgerkrieg. Nun ist einer der Fälle eingetreten, vor denen die Gegner von Waffenexporten in den Nahen Osten immer warnen. Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat ist es offenbar gelungen, zwei deutsche Leopard- 2A4- Panzer der türkischen Armee zu erbeuten.

Die Dschihadisten hätten die Panzer aus deutscher Produktion eigenen Angaben zufolge in Besitz nehmen können, als sie westlich der nordsyrischen Stadt al- Bab den Angriff einer türkischen Spezialeinheit auf das Farouk- Krankenhaus abwehrten. Das Spital wird vom IS als Basis benutzt. Unbestätigten Angaben zufolge sollen die IS- Kämpfer sogar einen weiteren Leopard erbeutet haben.

Über ihr Propaganda- Sprachrohr Amak verbreitete die Terrormiliz dann Bilder und ein Video, in dem triumphierende Kämpfer den von der türkischen Armee erbeuteten Panzer begutachten. Die Aufnahmen zeigen neben dem Panzer im Schneematsch liegende Ausrüstung und Uniformen türkischer Soldaten.

Al- Bab ist nur 44 Kilometer von Aleppo entfernt. Vergangene Woche wurden die Kämpfe um Al- Bab stärker. Am Mittwoch kamen dabei 14 türkische Soldaten und 138 Dschihadisten ums Leben. Die Kämpfe um die Stadt hatten laut türkischen Angaben auch die Nacht auf den 24. Dezember über angehalten, teilte das Militär am Samstag mit. Insgesamt seien 141 IS- Ziele getroffen und eines ihrer militärischen Hauptquartiere zerstört worden.

Etwa 50 deutsche Panzer vom Typ Leopard 2A4 kommen bei der türkischen Offensive gegen den IS zum Einsatz. Zum Vergleich: Die deutsche Bundeswehr besitzt insgesamt weniger als 300 Kampfpanzer, allerdings handelt es sich dabei um modernere Versionen des Leopard 2. Die Operation rund um die syrische Stadt Al- Bab ist der erste große Kampfeinsatz für den Leopard, doch in nur zwei Tagen wurden bereits drei Panzer abgeschossen, wie deutsche Medien Mitte Dezember berichteten.

Erschreckend schlechte Performance auf dem Schlachtfeld

Eine offizielle türkische Bestätigung gibt es nicht, aber die IS- Kämpfer dokumentieren ihre Abschüsse fast ausnahmslos mit Fotos und Videos, die sie dann im Internet über Kanäle wie Amak verbreiten. Aufnahmen der abgeschossenen Leopard- Panzer würden jedenfalls zeigen, dass der 62 Tonnen schwere Kampfpanzer eine leichte Beute für Panzerabwehrraketen ist, schrieb der deutsche "Stern". Die Performance des rund 30 Jahre alten schweren Kampfgeräts auf dem Schlachtfeld sei "erschreckend".

Der Leopard 2 wurde demnach für das klassische Panzergefecht des Kalten Krieges entwickelt. Er verfügt über eine besonders starke Frontpanzerung, weshalb allerdings an anderen Stellen gespart wurde, um das Gewicht des Panzers einigermaßen unter Kontrolle zu halten. Schwachstelle des Leopard 2 sind die steilen Seiten des Turms. Genau dort wurden die Panzer von den Dschihadisten unter Feuer genommen. Ernüchterndes Fazit: Einst moderne, aber heute veraltete Panzer wie der Leopard 2A4 haben selbst älteren Abwehrraketensystemen nichts entgegenzusetzen.

Türkische Soldaten bei lebendigem Leib verbrannt

Neben den Bildern mit den erbeuteten Panzern hatte der IS auch ein neues Video veröffentlicht, in dem zwei wohl schon im November gefangen genommene türkische Soldaten auf barbarischste Weise ermordet werden. 

In einem Video ist zu sehen, wie Terroristen zwei türkische Soldaten bei lebendigem Leib verbrennen.
Foto: YouTube.com

Um die Verbreitung der IS- Propaganda zu verhindern, versuchte die Türkei in der Nacht zu Freitag den Zugang zu den sozialen Netzwerken zu drosseln. Nutzer in der Türkei hatten stundenlang Schwierigkeiten, Facebook, Twitter und YouTube zu erreichen, meldete die Website Turkeyblocks, die Zensur des Internets durch türkische Behörden dokumentiert.

Redakteur
Harald Dragan
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