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Polizeibeamte bei einer Grenzkontrolle in Nickelsdorf
Foto: APA/Robert Jäger / Video: APA

Polizei startet Grenzkontrollen im Burgenland

25.04.2016, 09:12

Die Polizei hat am Montag im Burgenland mit temporären Grenzkontrollen begonnen. Am Grenzübergang Nickelsdorf an der Ostautobahn etwa nahmen Beamte den Einreiseverkehr unter die Lupe. Im Visier der Ermittler: Schleppertransporte in Kastenwagen. Und prompt wurden die Fahnder fündig, es kam zu einer rasanten Verfolgungsjagd...

Ab 8 Uhr wurde - wie bereits angekündigt war - mit den Kontrollen begonnen. Polizisten leiteten dazu den von Ungarn kommenden Verkehr auf eine Fahrspur zusammen. Die Fahrzeuge passierten im Schritttempo die Kontrolle, Kastenwagen wurden zur Seite geleitet. Einsatzkräfte warfen einen Blick in den Laderaum, den die Lenker dazu öffnen mussten.

Mit Beginn der Kontrollen bildete sich an der Grenze ein Rückstau, der sich langsam vergrößerte. Zu längeren Wartezeiten kam es vorerst jedoch nicht.

Foto: APA/ROBERT JAEGER

Bundesheer zur Unterstützung

Zur Unterstützung der Polizei soll das Bundesheer im Rahmen eines Assistenzeinsatzes in Kompaniestärke die Überwachung entlang an der grünen Grenze durchführen. Mit den Maßnahmen soll laut Landespolizeidirektion sichergestellt werden, dass ein Überschreiten der Grenze nur an den vorgesehenen Grenzübergängen erfolgen kann.

Foto: APA/ROBERT JAEGER

Kastenwagen bis nach Ungarn verfolgt

Im Zuge der Kontrollen kam es am Montag auch gleich zu einer Verfolgungsjagd von Andau im Bezirk Neusiedl am See bis nach Ungarn. Polizisten wollten ein in Serbien zugelassenes Fahrzeug stoppen, weil sie vermuteten, dass ein Schlepper damit unterwegs war. Statt anzuhalten, stieg der Lenker aufs Gas und raste davon, berichtete die Landespolizeidirektion.

Der Verdächtige fuhr mit hohem Tempo durch Tadten, St. Andrä und Wallern in Richtung Pamhagen. Nachdem er dort im Ortsgebiet eine Straßensperre umfahren hatte, überquerte er die Grenze nach Ungarn. Die österreichischen Polizisten setzten die Verfolgung auch im Nachbarland fort. Bei Fertöd hielt der Flüchtende schließlich an, mehrere Personen flüchteten zu Fuß. Danach übernahm die ungarische Polizei den Fall.

25.04.2016, 09:12
AG/red
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