Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
20.01.2017 - 00:09
Foto: Kronen Zeitung, APA/HELMUT FOHRINGER

Jetzt brechen in der SPÖ alle Gräben auf!

10.05.2016, 17:02

Hässliche Szenen hinter den Kulissen der SPÖ. In der Regierungspartei regieren Misstrauen, Panik und Chaos. Mit dem überraschenden Rücktritt von Werner Faymann als Bundeskanzler und Parteichef brechen bei den Sozialdemokraten sämtliche Gräben auf. Wiens Bürgermeister Michael Häupl steht als Krisenmanager massiv unter Druck. Er muss rascher als von ihm geplant eine Nachfolgeentscheidung treffen. Dabei gilt ÖBB- Chef Christian Kern als klarer Favorit.

"Da schlupft ein schöner Schmetterling aus der Puppe." Wie üblich wollte Wiens Bürgermeister und SPÖ- Übergangschef Michael Häupl am Dienstag das Durcheinander bei der Suche nach einem Faymann- Nachfolger mit einem originellen Spruch übertünchen.

Pläne, sich mit der Auswahl eines Bundeskanzlers noch drei Wochen Zeit zu lassen, mussten noch in der Nacht auf Dienstag begraben werden. Der Druck aus den Reihen in der SPÖ, von der ÖVP und der Öffentlichkeit war schwer unterschätzt worden. Jetzt muss es schnell gehen. Bereits am Freitag soll eine Vorentscheidung fallen. Damit könnte am Mittwoch in einer Woche der neue SPÖ- Kanzler vom Bundespräsidenten angelobt werden.

Genossen beruhigen, Erfolgsaussichten erhöhen

Von politischen Arbeitsprogrammen ist dabei kaum die Rede. Der neue Regierungschef und beim Parteitag im Juni als SPÖ- Chef zu wählende Kandidat muss vor allem einmal die Genossen halbwegs beruhigen können. Dabei geht es nicht nur um grundsätzliche Fragen wie die Positionierung in der Flüchtlingsfrage und gegenüber der FPÖ.

Der neue SPÖ- Spitzenmann sollte auch die Erfolgsaussichten bei Wahlen erhöhen können. Viele Funktionäre fürchten derzeit um ihre Posten und Jobs. Und derzeit steht die SPÖ laut den jüngsten Umfragen bei etwa 22 bis 24 Prozent. Zum Vergleich: Wenn am kommenden Sonntag Wahlen wären, könnte die Strache- FPÖ bis zu 33 Prozent der Stimmen bekommen.

Klarer Favorit: Christian Kern

Favorit für den Kanzlerposten ist in der SPÖ jetzt ÖBB- Chef Christian Kern. Der 50- Jährige aus Wien- Simmering begann seine Karriere in der Partei, ging später zum Verbund- Konzern. Er wird bereits seit einiger Zeit als möglicher Nachfolgekandidat für Werner Faymann gehandelt. Kern erfreut sich der Zustimmung aus Kreisen der Gewerkschafter. Aber auch in der Wirtschaft und in Künstlerkreisen hat sich der stets auffallend elegant gekleidete ÖBB- Manager um einen guten Ruf bemüht.

ÖBB-Chef Christian Kern
Foto: APA/Roland Schlager

Anfang Jänner trat er beispielsweise bei einer Bürgermeisterveranstaltung für Flüchtlinge mit André Heller, dem Traiskirchner Bürgermeister Andreas Babler, Patricia Kahane und Wiens Stadträtin Sonja Wehsely als Gastgeber auf.

Noch im Rennen: Gerhard Zeiler

Aber nicht nur Christian Kern soll sich um den Kanzlerposten bemühen. Dicke Freunde in der SPÖ hätte auch der TV- Manager Gerhard Zeiler, der wie Wiens Bürgermeister Michael Häupl seine Wurzeln in Wien- Ottakring hat. Zeiler ließ sich seit bald einem Jahr in verschiedenen Medien als Anwärter für den Posten des Regierungschefs in Stellung bringen.

TV-Manager Gerhard Zeiler
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Die Partei- Lösung: Andreas Schieder

Außenseiterchancen bei der Neubesetzung im Kanzleramt werden auch SPÖ- Klubchef Andreas Schieder eingeräumt. Allerdings werden dem aus rotem Parteiadel stammenden Sozialdemokraten von den Gegnern zu deutliche Linkstendenzen angekreidet. Das liegt vor allem daran, dass Schieders Lebensgefährtin die umstrittene Wiener Stadträtin Sonja Wehsely ist.

SPÖ-Klubobmann Schieder
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Außenseiterchancen: Peter Kaiser

Bis zuletzt wurde auch immer wieder Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser in das Nachfolgespiel gebracht. Kaiser gilt als "durchaus pragmatisch", durch die Folgen der Hypo- Affäre aber als politisch noch immer belastet.

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser spricht sich klar für Kern als neuen Kanzler aus.
Foto: APA/HERBERT P. OCZERET

10.05.2016, 17:02
Claus Pándi, Kronen Zeitung
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum