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21.07.2017 - 07:53
Foto: dpa, "Krone"

Jetzt 60.000 Straftaten mehr als im Jahr 1996

18.12.2014, 14:30
Viele "Krone"-Leser ahnten das ohnehin: Die Kriminalitätsrate ist - langfristig betrachtet - deutlich gestiegen. So explodierte die Zahl der strafbaren Handlungen etwa in Wien seit 1996 um 31 Prozent, das sind um 50.586 Fälle mehr. "Wir hatten eine Systemumstellung, die Zahlen werden besser", sagt dazu Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.

Bei der alljährlichen Präsentation der Kriminalitätsentwicklung wird eines gerne vergessen: dass diese Zahlen vor dem 1. Dezember 1997, also bevor Österreich die Schengen- Außengrenze überwachte, viel niedriger waren. So verzeichnete im Jahr 1996 die Polizeistatistik 485.450 strafbare Handlungen in ganz Österreich. 2013, also 17 Jahre später, waren es bereits 546.396 Straftaten, ein Plus von 12,5 Prozent - das sind 60.946 Fälle mehr.

Foto: "Krone"

Besonders heftig fiel die Steigerung in Wien aus: von 161.917 (1996) auf 212.503 Straftaten im Jahr 2013, also um 31,24 Prozent mehr. Das heißt, dass in Wien nun täglich um 139 Straftaten mehr stattfinden als 1996. Seither erhöhte sich in Wien die Zahl der Polizisten von 6.100 auf nun 7.380.

"Nein, der Vergleich der Zahlen lässt jetzt nicht den Schluss zu, dass die Ostöffnung die Kriminalitätszahlen in Österreich steigen ließ", meint Innenministerin Mikl- Leitner (ÖVP) im "Krone"- Gespräch.

Mehr Einbrecher, aber Bilanz 2014 wird besser

Im Jahr 1999 sei es zu einem Systemwechsel bei der Erfassung der Straftaten gekommen, betont die Innenministerin, dass "Wien seitdem auch mehr Einwohner hat, es viele neue Arten von Delikten wie etwa Handydiebstähle und Cyberkriminalität gibt und trotz allem die Zahlen der Straftaten rückläufig sind". Allerdings: Bei den Einbrüchen in Wohnungen und Wohnhäusern kam es zu einer deutlichen Steigerung von 15.725 (2010) auf 16.548 (2013).

Für das Jahr 2014 wird erneut eine Verbesserung der Kriminalitätsrate erwartet. Die Zahlen von 1996 sind aber nicht mehr zu erreichen.

18.12.2014, 14:30
Richard Schmitt, Kronen Zeitung
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