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22.08.2017 - 09:09
Foto: Horst Einöder

Teenager planen Raufereien oft schon auf Facebook

12.04.2010, 01:00
Das Internet wird auch immer mehr zu einer Plattform für gewalttätige Jugendliche: Vor zwei blutigen Raufereien in der Linzer Altstadt haben sich die Teenager über das soziale Netzwerk Facebook zur abendlichen Schlägerei verabredet. Als Motive für die Brutalitäten genügen den Cliquen oft ganz nichtige Anlässe. In der Altstadt kontrolliert die Polizei Jugendliche auch mit Alkoholvortestern (Bild), aber Schlägereien sind oft nicht zu verhindern.

"Mir gefällt die rote Farbe deiner Boxer- Shorts nicht" – mit diesen Worten wurde jüngst in der Altstadt eine wüste Rauferei angezettelt. Dabei flogen die Fäuste und kiloschwere Metallcontainer. Einige der Rowdys – alle zwischen 15 und 19 Jahre alt – wurden verletzt. Beim Verhör durch die Polizei gab's dann eine große Überraschung. 

"Wir haben uns im Facebook verabredet", gaben da einige der Jugendlichen zu Protokoll. Worauf sich Beamte schlau machten und staunten: „Heute gehe ich wieder fort, um einige Nasenbeine zu brechen", prahlen im Internet die jungen Rowdys. Dabei lassen sich diese oft in martialischen Posen ablichten.

"Nasenbein als Trophäe"

"Es wird leider sehr viel Schindluder mit dem Facebook getrieben. Die Täter sind dabei noch stolz und sehen die Anzahl der gebrochenen Nasenbeine quasi als eine Trophäe an", so der Linzer ÖVP- Sicherheitssprecher Josef Hackl. Das Gros der gewaltbereiten Burschen ist ohne Arbeit, die Eltern bekommen ihr Treiben im Internet oft gar nicht mit.

Die Anlässe für die blutigen Auseinandersetzungen sind zumeist ganz banal. Einmal war's die Farbe der Shorts, Tage später ein harmloses Busserl für ein Mädchen. Auch danach gerieten sich wieder zwei Cliquen wüst in die Haare.

Kronen Zeitung

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