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18.08.2017 - 17:27
Foto: Horst Einöder

Linzer UKH darf nicht noch stärker "ausbluten"

19.01.2008, 01:00
Rund 35 Millionen Euro wird beim Linzer Unfallkrankenhaus der vorjährige Abgang betragen, den die heimische Wirtschaft zu tragen hat. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) hat deshalb einen rigorosen Sparkurs verordnet. „Nicht zu Lasten von Patienten und Personal“, beruhigt AUVA OÖ-Obmann Dr. Erhard Prugger.
1,6 Millionen Euro müssen heuer im medizinischen Bereich eingespart werden. Ein straffes Operations-Management, gemeinsamer Medikamenteneinkauf mit dem benachbarten AKH und eine Einschränkung der Nachbehandlungen sollen das 155-Betten-Spital „billiger“ machen. „Einfache Nachbehandlungen wie Verbandswechsel werden dem praktischen Arzt vor Ort überlassen“, so Primar Dr. Albert Kröpfl, ärztlicher Leiter des UKH, das im Vorjahr 48.700 Patienten behandelte.

„Im UKH wird zwar bei de facto Vollauslastung verantwortungsbewusst behandelt und gewirtschaftet, wir bluten aber auf Grund der Schlechterstellung gegenüber anderen Spitälern finanziell“, betont AUVA- Obmann Dr. Erhard Prugger, im Hauptjob Leiter der Abteilung Sozial- und Rechtspolitik der Wirtschaftskammer OÖ. Beispiel: 88 Prozent aller UKH- Patienten werden wegen Freizeitverletzungen behandelt – nur 25 Prozent der tatsächlichen Kosten refundiert der Gesetzgeber.

Noch mehr zahlt man bei der Behandlung schwerer Verbrennungsopfer, bei denen die Linzer Spezialisten internationalen Ruf genießen, drauf. „Ein Behandlungstag kostet 10.500 Euro – abgegolten werden nur 136 Euro“, zeigt Prugger auf. Der eine künftige Reduzierung der teuren Intensivbetten nicht ausschließen kann und „von der Politik statt Applaus mehr Geld“ will.

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