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25.09.2017 - 03:17
Wann das nächste Heimspiel steigt, ist fraglich.
Foto: Erhard

"Kicker mit Mord bedroht"

Dauer- Streit bei ESV Wels gipfelte nun in Absage des Spiels in Hohenzell und einer Strafanzeige.

Nicht angetreten ist Sonntag ESV Wels in der 1. Klasse Mittewest bei Hohenzell. Der Grund: eigentlich unfassbar! "Einige Spieler wurden mit Mord bedroht, sollten sie antreten - sie haben sich das daraufhin nicht mehr getraut", sagt Obmann- Stellvertreter Walter Rinner. Ausgesprochen sollen diese Drohungen von Serbischstämmigen in Welser Lokalen und per Telefon worden sein. Der ESV hat Strafanzeige erstattet, auch dem Schiedsrichter per Mail, das der "Krone" vorliegt, den Vorfall geschildert.

Schon letzte Woche hatte der ESV für Aufregung gesorgt. Weil vor dem Heimspiel gegen Steinerkirchen, das später wegen Schlechtwetter abgesagt worden war, keine Tore mehr am Platz standen, sondern diese nebenan auf stillgelegten ÖBB- Gleisen gelegen waren.

Dieser Vorfall war bisher der traurige Höhepunkt eines jahrelangen Streits zwischen dem Hauptverein ESV Wels und der 2004 als Zweigverein abgespaltenen Fußballsektion. In dem Hauptvereins- Obmann Heinrich Göttlinger und Fußball- Obmann Jürgen Huber, der Sonntag nicht erreichbar war, die vordersten Protagonisten sind.

Seit Jahren werfen sich beide Seiten gegenseitig finanzielle Unregelmäßigkeiten vor, stehen Beschimpfungen, Diffamierungen, Anzeigen, Gerichtsverfahren und Drohungen an der Tagesordnung. Schon einmal soll es eine Morddrohung gegeben haben, sagt Rinner: "Der Polizei- Akt ist schon einige Zentimeter dick." Göttlinger ist sich keiner Schuld bewusst: "Ich habe mir 31 Jahre für den Verein den A.. aufgerissen und muss jetzt alles ausbaden."

Die Fußballer will er nicht mehr auf der Anlage, die dem Hauptverein gehört, sehen. Sondern ein eigenes Team auf die Beine stellen. Wodurch wohl die Tage des damit heimatlosen Zweigvereins gezählt sein dürften - was als Hintergrund der Drohungen vermutet wird.

Stefan Fröhlich, Kronen Zeitung

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