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19.09.2017 - 18:05
Foto: Andi Schiel

Polizei stellt listige Einschleichdiebe im Waldviertel

11.02.2010, 15:48
Am Mittwoch hat die Polizei zwei mutmaßlichen Einschleichdieben das Handwerk gelegt, die in den Bezirken Krems-Land und Zwettl ihr Unwesen trieben. Wenn sie bei ihren Beutezügen die Hausbesitzer antrafen, sollen die Verdächtigen ihre Dienste als Messer- oder Scherenschleifer angeboten haben.

Eine Frau informierte die Polizei am Mittwoch gegen Mittag, dass ein verdächtiger Mann in ihr Wohnhaus in Allentsgschwendt (Bezirk Krems- Land) eingestiegen war. Als dieser die Hausbesitzerin sah, flüchtete er in ein Auto vor dem Haus. Sein Komplize hatte offenbar im Wagen auf seinen "Kollegen" gewartet.

Verdächtige hatten Angelhaken mit langer Schnur bei sich

Eine Polizeistreife konnte den Pkw schließlich in Lichtenau anhalten. Im Fahrzeug fanden die Beamten eine Geldbörse mit Inhalt, Führerschein und Bankomatkarte einer 41- Jährigen aus dem Bezirk Zwettl. Außerdem hatten die Verdächtigen vier Angelhacken mit je einer 60 Zentimeter langen Schnur und Bargeld bei sich.

Der 20- jährige Lenker und der 40- jährige Beifahrer - beide aus dem Bezirk Horn – konnten weder über die Herkunft der Geldbörse und des Geldes, noch über die Verwendung der Angelhacken glaubhafte Angaben machen. Sie wurden daher vorläufig festgenommen und anschließend von den Beamten vernommen.

Die 41- jährige Geschädigte gab an, dass sich vor dem Diebstahl unter anderem vier Hundert- Euro- Noten in ihrer Geldbörse befunden hätten. Der 40- jährige Verdächtige hatte diese Banknoten bei sich – das Geld wurde von der Polizei sichergestellt.

Weinroter VW Jetta als Fluchtwagen

Die beiden Beschuldigten sind nicht geständig, die Exekutive geht davon aus, dass das Duo seit 13. August 2009 in einem weinroten VW Jetta in Niederösterreich auf Beutetour ging. Bisher sind den Beamten nur drei Einschleichdiebstähle – zwei in Allentsgschwendt und einer in Neupölla (Bezirk Zwettl) bekannt, wobei nur in letzterem Fall etwas entwendet wurde. Die Verdächtigen wurden in die Justizanstalt Krems gebracht.

Weitere mögliche Geschädigte können sich an die Polizeiinspektion Rastenfeld unter der Telefonnummer 059133/3449 wenden.

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