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05.12.2016 - 05:49
Foto: iai.co.il

NSA und Briten haben israelische Drohnen angezapft

01.02.2016, 09:54

Der britische Geheimdienst GCHQ und der US- Geheimdienst NSA haben einem Medienbericht zufolge jahrelang mit großem technischen Aufwand Daten und Bilder israelischer Militärdrohnen abgefangen. Für die "Operation Anarchist" sei eine Abhörstation auf Zypern genutzt worden.

Dies berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf geheime Dokumente aus dem Bestand des ehemaligen US- Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden. Die Enthüllung hat auch Konsequenzen für die deutsche Bundeswehr.

Deutscher Bundeswehr interessiert an Drohne

Die vom "Spiegel" zitierten Dokumente liegen den Angaben des Hamburger Magazins zufolge auch der Enthüllungsplattform "The Intercept" und der israelischen Zeitung "Yediot Ahronot" vor. Demnach gelang es den Geheimdiensten auch, Daten der israelischen Drohne Heron TP auszuwerten, weshalb die Enthüllung auch Konsequenzen für die Bundeswehr hat.

Das deutsche Verteidigungsministerium hatte kürzlich entschieden, für Auslandseinsätze der Bundeswehr bis zu fünf der bewaffnungsfähigen Heron- TP- Aufklärungsdrohnen von Israel zu leasen. Die Drohnen sollen die Zeit bis zur Fertigstellung einer europäischen Drohne überbrücken, die Deutschland derzeit mit mehreren anderen EU- Staaten entwickelt.

Deutsche wollen Sicherheitslücken schließen

Das Ministerium kündigte laut "Spiegel" an, mögliche Sicherheitslücken zu schließen. "Das System Heron TP, das als Überbrückungslösung bis zur Eurodrohne genutzt werden soll, wird nicht deckungsgleich mit dem jetzigen israelischen System sein", hieß es demnach. Die Verschlüsselung des Datenversands werde "für den deutschen Bedarf angepasst".

Die Heron- TP- Drohnen vom israelischen Staatskonzern IAI können in einer Höhe von bis zu 13,7 Kilometern fliegen, bis zu 36 Stunden in der Luft bleiben und bis zu einer Tonne Nutzlast mitführen. Sie sind 14 Meter lang, haben eine Spannweite von 26 Metern und können über Satelliten mit der Bodenstation in Verbindung bleiben.

01.02.2016, 09:54
AG/red
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