Do, 19. April 2018

Mona-Lisa-Tunnel

19.01.2018 12:08

"Ich hielt das für einen Faschingsscherz!"

Statt zurückhaltend zu lächeln, hätte die Namensgeberin des Mona-Lisa-Tunnels beim Vorschlag von VP-Stadtvize Bernhard Baier wohl lauthals aufgelacht. Bei Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein sorgte Baiers Vorstoß, den Tunnel zu Stoßzeiten nur einseitig befahren zu lassen, dagegen für Verwunderung und Kopfschütteln.

"Als ich das las, hielt ich es für einen Faschingsscherz", sagt FP-Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein.

Wechselseitige Einbahn
VP-Stadtvize Bernhard Baier hatte nämlich vorgeschlagen, den Mona-Lisa-Tunnel morgens nur stadteinwärts, abends dann nur stadtauswärts befahren zu lassen. Den Antrag, dass Stadtrat Hein diese Variante prüfen möge, will er im Gemeinderat nächsten Donnerstag einbringen. "Eine derart wechselseitige Einbahn bedarf keiner großen Überprüfung. Es bräuchte dafür minimum drei Spuren, damit es etwas bringen könnte. So dagegen würde man nur die Problemzone verlagern", kontert Hein. Denn während es nun in den morgendlichen Stoßzeiten zu Wartezeiten vor dem Mona-Lisa-Tunnel kommt, würde sich laut seiner Einschätzung mit der Einbahn-Variante der Staupunkt weiter stadteinwärts zum Chemie-Kreisverkehr verlegen.

Variante für Hein "Linz-feindlich"
Außerdem bezeichnet der Infrastruktur-Stadtrat den Vorschlag als Linz-feindlich: "Linz hat 28.000 Auspendler, davon pendeln zirka 12.000 in Richtung Linz-Land. Nach einer Umsetzung wären diese Pendler von heute auf morgen massiv benachteiligt." Der festhält, dass der Tunnel einst nicht als attraktive Pendlerstrecke, sondern eigentlich als Entlastung für Alt-Ebelsberg gedacht war.

Eine Variante, die er derzeit überprüfen lässt, ist eine Begleitstraße neben dem Tunnel, die im Notfall bei einer Totalsperre befahren werden könnte.

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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