Mo, 18. Dezember 2017

Neue Initiative

27.11.2017 09:28

Technik an Uni soll auch Frauensache werden

Mit einer Reihe von Maßnahmen soll der Anteil von Frauen in technischen Berufen erhöht werden. Mit zahlreichen innovativen Ideen ließen jetzt Frauenlandesrätin Verena Dunst, Anna Steiger, Vizerektorin für Personal und Gender an der TU Wien, und Georg Pehm, Geschäftsführer der FH Burgenland, aufhorchen.

"Noch immer prägen starre Rollenbilder die Berufswahl von Mädchen und Burschen. Diese gilt es aufzubrechen, und das möglichst früh. Mädchen brauchen ,Role Models‘, denn nur anhand von weiblichen Vorbildern wird die Scheu vor atypischen Berufen genommen", ist Dunst überzeugt. Fast die Hälfte der weiblichen Lehrlinge wird noch immer im Einzelhandel, zur Bürokauffrau und Frisörin ausgebildet, und nur 24 Frauen schließen derzeit ein technisches, jedoch 70 Prozent ein geisteswissenschaftliches Studium ab. "Luft nach oben" ortet auch Vizerektorin Steiger beim Frauenanteil, der an der TU Wien derzeit rund 28 Prozent beträgt. Um diesen zu erhöhen, wird bei allen Altersgruppen angesetzt.

"Wir brauchen Halbe-halbe auch in technischen Studienrichtungen, also ebenso viele Chancen, Ausbildung, Studienplätze für Frauen wie für Männer", fordert FH-Geschäftsführer Georg Pehm. Mit einer Reihe von Maßnahmen versucht auch das Land, Mädchen technische Berufe schmackhaft zu machen. Zu diesen zählen das Projekt "F.I.T." (Frauen in die Technik), die BIBI-Messe, der Girls’ Day Mini, Roberta oder das Mona-Mobil. Die in diesem Jahr ins Leben gerufene Kampagne "Typisch Ich" soll ebenfalls zum Aufbrechen typischer Rollenbilder bei Mädchen und Buben beitragen.

Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung

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