Fr, 24. November 2017

Video von Rettung

09.11.2017 14:28

Dachstein: Fünf Tage in Gletscherspalte überlebt!

Erfolgreiche Rettungsaktion rund um einen deutschen Bergsteiger am Dachstein in Oberösterreich: In der Nacht auf Donnerstag ist ein 45-Jähriger - er galt seit Samstag als vermisst - aus einer rund 30 Meter tiefen Felsspalte geborgen worden. Der Mann erlitt lediglich leichte Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Jetzt wurde das Video der spektakulären Rettung veröffentlicht.

Bereits am Samstag war der 45-Jährige von seinem Vater als abgängig gemeldet worden, weil per Telefon kein Kontakt mehr möglich war und dies für ihn völlig untypisch sei. Der besorgte Angehörige erstattete bei der örtlichen Polizei eine Vermisstenanzeige. Am Mittwoch fand man dann das schneebedeckte Mietauto des Mannes in Gosau im Bezirk Gmunden. Winterliche Verhältnisse sowie akute Lawinengefahr machten erste Suchaktionen nach dem 45-Jährigen allerdings unmöglich.




Handyverbindung brach immer wieder ab
In der Nacht auf Donnerstag gelang es dem Deutschen dann schließlich, per Telefon die Polizei zu kontaktieren. Weil die Verbindung jedoch immer wieder abbrach, war es laut Rettungskräfte äußerst schwierig, die genaue Position des Vermissten ausfindig zu machen. Letztendlich gelang es dem 45-Jährigen eine detaillierte Ortsangabe per SMS zu verschicken, woraufhin die Rettungsmannschaften trotz lebensgefährlicher Verhältnisse am Donnerstag gegen 1 Uhr erneut eine Suchaktion starteten.

"In guter Verfassung"
Gegen 4 Uhr konnte der Alpinist dann schließlich in 30 Meter Tiefe von der Bergrettung geborgen und mit dem Notarzthubschrauber ins Klinikum Wels geflogen werden. Laut einem Sprecher der Bergrettung erlitt der Mann Verletzungen an der Schulter sowie am Sprunggelenk.

"Wunder vom Dachstein"
Erst am Mittwochabend hatte ORF III einen Film über das "Wunder vom Dachstein" ausgestrahlt. Er erzählte die Geschichte der Rettung eines in Heidelberg stationierten US-Soldaten, der 1985 bei der Überquerung des Dachstein abstürzte und dabei mehrere Brüche erlitt. Nach 19 Tagen - ebenfalls im November - wurde der bereits tot geglaubte Mann lebend gefunden. Ihm war seine militärische Ausbildung im "Überleben" zugutegekommen.

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