Mehr Rad- und Fußwege

Minister stellt klar: „Innenstädte bald autofrei“

Wien
24.01.2026 14:18
Porträt von Silvia Jelincic
Von Silvia Jelincic

Geht es nach Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ), gibt es in zwei Jahren deutlich weniger Fahrzeuge in den Citys. Dafür soll es mehr Platz für Rad- und Fußwege geben. Und: Investitionen in Schlüsseltechnologien sollen unsere Wirtschaft retten, wie er im Gespräch mit Wiener Schülern klarstellt.

Österreich kämpft mit hohen Schulden, schwachem Wirtschaftswachstum und hoher Inflation. Verkehrsminister Peter Hanke will die Krise mit gezielten Investitionen in Infrastruktur, Energie und Hightech meistern, erklärte er kürzlich Schülern des Theresianums in Wien.

Die beiden vifen Achtklässler haben dem SPÖ-Politiker für die bundesweite Schülerzeitung „campus a college“ durchaus kritische Fragen zur Zukunft unseres Landes gestellt.

Um Österreich zu retten, möchte Hanke vor allem auf Nischenprodukte setzen, etwa auf die Halbleiterproduktion. Eine zentrale Rolle spielen in seinen Plänen die Silicon Austria Labs (SAL) in Linz, Villach und Graz, die sich bereits als europäischer Knotenpunkt für Chip-Entwicklung etabliert haben sollen.

Keine Steuerzuckerln für Unternehmen
Neue Steuererleichterungen sind aktuell aber keine Option, es werde dennoch gelingen, „Österreichs Führung in speziellen Bereichen“ auszubauen. Ein Schwerpunkt liege auf den ÖBB, wo bis zu 85 Prozent der Bahnstrecken elektrifiziert und Netze digitalisiert werden sollen. Ziel sei, „bessere Mobilität für Menschen und Güter“ zu schaffen und damit Staus auf den Straßen zu reduzieren.

Darüber hinaus plant Hanke autofreiere Innenstädte, um mehr Platz für Rad- und Fußwege zu schaffen und die Lebensqualität zu erhöhen. „Ich glaube, in zwei Jahren wird es in den meisten größeren Innenstädten keinen Verkehr für alle mehr geben“, prophezeit der Bundesminister. Einschränkungen für Radfahrer seien derzeit aber nicht realistisch. Die hätten sich die beiden Theresianum-Schüler gewünscht, denn sie ärgern sich immer wieder über rasende Radfahrer.

Gröschl und Hamerle nahmen den Verkehrsminister ins Kreuzverhör.
Gröschl und Hamerle nahmen den Verkehrsminister ins Kreuzverhör.(Bild: campus-a.at)

Weiter Debatten um Videoüberwachung
Apropos verkehrsberuhigte Citys: Das Thema ist einer der Eckpfeiler der aktuell diskutierten Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) – und ein durchaus heißes Eisen! Denn wie berichtet, könnten Einfahrtsbeschränkungen in Städten und Gemeinden künftig per Videokameras überwacht werden, was nicht nur Datenschützer auf die Barrikaden treibt. Der ÖAMTC hatte dazu ein Gutachten vorgelegt, wonach der ursprüngliche Entwurf sogar verfassungswidrig sei.

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