Mo, 18. Dezember 2017

Simulation zeigt:

18.07.2017 08:41

Asteroiden beginnen als kosmische Matschkugeln

Die meisten Asteroiden in unserem Sonnensystem sind vermutlich aus einer Art kosmischer Matschkugeln entstanden. Das haben nun zwei Forscher nach entsprechenden Simulationsrechnungen herausgefunden. Bisher waren die Wissenschaft davon ausgegangen, dass junge Asteroiden schnell versteinert sind.

Die untersuchten Asteroiden gelten als übrig gebliebenes Rohmaterial aus der Entstehung von Gesteinsplaneten. Die neuen Erkenntnisse könnten daher auch dem Verständnis der allgemeinen Entwicklung des jungen Sonnensystems dienen, berichten die Forscher im Fachblatt "Science Advances".

Philip Bland von der Curtin University of Technology im australischen Perth und Bryan Travis vom Planetary Science Institute in Tucson im US-Bundesstaat Arizon. hatten die Entstehung kohlenstoffhaltiger (C-Typ) Asteroiden untersucht, die ungefähr drei Viertel aller Asteroiden in unserem Sonnensystem stellen. Die Hauptzutaten für diese Asteroiden sind kosmischer Staub, Eis und sogenannte Chondren (kleine Silikatkügelchen; Anm.).

Wenn diese Materialien zusammenkommen, formen sie entgegen der bisherigen Annahme kein Gestein, sondern einen matschigen Schlamm, berichten die beiden Wissenschaftler. Der Schlamm entsteht aus dem Eis, das von radioaktiven Substanzen aufgeschmolzen wird, und dem Staub. Die Silikatkügelchen sind in diesen Schlamm eingebettet. Das neue Modell passt zu Untersuchungen kohlenstoffhaltiger Meteoriten.

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