Sa, 21. Oktober 2017

Kontrollamt-Kritik:

11.07.2017 05:00

Linzer Seniorenzentren lernen aus Fehlern

Drunter und drüber ging es in den Linzer Seniorenzentren (SZL) bei der Vergabe von Aufträgen. Notwendige Ausschreibungen wurden umgangen und Lieferanten zu selten gewechselt, wie das städtische Kontrollamt im aktuellen Prüfbericht festhält (wir berichteten). Die SZL-Chefetage und Sozialstadträtin Karin Hörzing (SPÖ) wollen nun Konsequenzen daraus ziehen.

"Wir nehmen die Empfehlungen des Kontrollamtes ernst und erwarten auch eine detaillierte Stellungnahme von der Geschäftsführung der Seniorenzentren", weiß Beate Gotthartsleitner aus dem Büro von Sozialstadträtin Karin Hörzing. Erst im September wird der Prüfbericht im Aufsichtsrat beraten und können Schritte gesetzt werden. Hörzing hofft aber, dass sich die Abläufe bei Auftragsvergaben in der neu gegründeten Linz Holding künftig ohnehin verbessern und die zugehörigen Betriebe voneinander lernen und profitieren werden.

"Alle Empfehlungen werden umgesetzt"
SZL-Direktor Günther Bauer versichert: "Wir haben dem Kontrollamt bereits zugesagt, dass wir alle Empfehlungen umsetzen, uns gegen nichts wehren und mehr Augenmerk auf die Vergabe legen werden." Das städtische Kontrollamt hat den Seniorenzentren, wie berichtet, auf den Zahn gefühlt. Ausschlaggebend dafür waren "Krone"-Berichte darüber, dass Milchprodukte von einer 800 Kilometer entfernten, deutschen Firma geliefert werden, obwohl es auch heimische Bewerber gab. "Wir sind froh, dass uns hier kein Fehler passiert ist, wie das Kontrollamt bestätigt. Der heimische Produzent ist der Einladung zur Bemusterung nicht gefolgt, konnte auch keinen Lieferschein als Beweis vorlegen. Somit mussten wir den Auftrag an einen deutschen Produzenten vergeben", so Bauer, der betont: "Wir prüfen alle Bewerbungen genau, wobei die Frage der Herkunft in der EU nun einmal nicht so hoch bewertet werden darf. Es geht um Qualität und Preis." Im Herbst werden die Milchprodukte neu ausgeschrieben.

Lisa Prearo, Kronen Zeitung

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