Sa, 21. April 2018

Absage!

31.10.2006 11:26

Was tun, wenn es mit dem neuen Job nicht klappt?

Du hast bereits über hundert Bewerbungsschreiben losgeschickt. Jeden Tag pilgerst du zum Briefkasten in hoffnungsvoller Erwartung. Du warst sogar schon bei einigen Vorstellungsgesprächen und hast auch ein paar Assessment Center durchlaufen – aber dennoch: alles, was zurückkommt, sind Absagen. Klar, dass dieses negative Feedback mit der Zeit zu deprimieren beginnt und sich Selbstzweifel einstellen. Was du tun kannst, damit es doch klappt, das erfährst du hier.

Wenn eine Absage nach der anderen im Briefkasten landet, beginnt das natürlich an deinem Ego zu kratzen. Fragen, wie „Bin ich nicht gut genug?“ und depressive Verstimmungen sind normal. Wichtig ist aber nur, dass du dich diesen Selbstzweifeln nicht komplett auslieferst. Denn dann wird es für dich immer schwieriger, dich selbst zu verkaufen, weil du selbst nicht mehr an dich glaubst.

Ursachenforschung
Wenn tatsächlich eine Absage nach der anderen ins Haus flattert, dann musst du zunächst beginnen, Detektiv zu spielen. Zuerst solltest du feststellen, nach welcher Bewerbungsphase die Absagen kommen: Kommen sie bereits nach der schriftlichen Bewerbung, oder erst nach einem Assessment Center, oder nach einem mündlichen Gespräch? Je nach Bewerbungsphase solltest du dann kritisch mit dir selbst ins Gericht gehen. Denn meistens liegt der Grund für Absagen nur darin, dass du dich einfach nicht optimal verkaufst.

Fehlerquellen bei der schriftlichen Bewerbung
Bei deinem Bewerbungsschreiben und Lebenslauf solltest du beachten, dass du die Dokumente strukturiert aufbaust, und die wichtigsten Aussagen auf den Punkt bringst. Verlier dich nicht in unnötigen Details und hebe jene Informationen hervor, die für die von dir gewünschte Position wichtig sind. Weiters ist eine individuelle Note wichtig. Das kann durch Verwendung eines bestimmten Designs, einer besonderen Strukturierung oder Ähnlichem geschehen. Wichtig ist: keine Übertreibungen! Alle Gestaltungen sollten sich in dem Rahmen bewegen, der für deine Wunsch-Branche üblich ist und sich innerhalb dieses Rahmens individuell abheben.

Auch solltest du das Foto beachten, das du in deinen Lebenslauf integriert hast. Daran solltest du nicht sparen, denn schließlich ist es mitentscheidend für den ersten Eindruck, den der Personalverantwortliche von dir gewinnt. Weiters gilt es, keine falschen Erwartungen mit der schriftlichen Bewerbung zu erzeugen. Kannst du diese in den weiteren Bewerbungsphasen nicht erfüllen, dann ist die Absage die logische Konsequenz.

Fehlerquellen beim Assessment Center
und bei der mündlichen Bewerbung
Je weiter du im Bewerbungsverfahren kommst, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass einfach ein anderer Bewerber in seinen Qualifikationen besser zum Unternehmen passt als du. Das heißt nicht, dass du unqualifiziert bist – sonst wärst du gar nicht erst so weit gekommen. Aber das Unternehmen hatte die Qual der Wahl, und die ist aufgrund irgendeines Details, einer Zusatzausbildung, einer speziellen Berufserfahrung oder schlicht Bauchgefühl eben auf jemand anderen gefallen. Natürlich ist das nicht angenehm – aber daran kannst du leider nichts ändern. Selbstverständlich kannst du in der Personalabteilung um genaueres Feedback anfragen – vielleicht teilt man dir mit, woran es im Speziellen gelegen hat. Das ist wertvolles Wissen, das dich beim nächsten Mal weiterbringen kann.

Trotzdem kannst du bei Assessment Centern und mündlichen Bewerbungsgesprächen auf einige Punkte achten, damit du dich gut verkaufst: Sei selbstbewusst und zeige Interesse. Kleide dich den Branchengegebenheiten entsprechend und achte auf ein gepflegtes Auftreten. Zeige dich kontaktfreudig und offen. Detaillierte Tipps für das Assessment Center findest du in der Info-Box.

Die richtige Job-Auswahl
Ganz generell solltest du überprüfen, ob du dich für die richtigen Jobs bewirbst. Schließlich macht es wenig Sinn, wenn du dich als Abteilungsleiter mit Führungsverantwortung bewirbst, obwohl du noch nie auch nur ansatzweise mit Personalführung zu tun hattest. Willst du wirklich einen Karrieresprung machen, dann kannst du dich um entsprechende Zusatzausbildungen bemühen, die dich für deinen Wunsch-Job ausreichend qualifizieren. Ansonsten solltest du gezielt jene Stellenanzeigen auswählen, die zu deinem Profil passen. Denn auch dadurch kannst du dir einige Absagen ersparen. Schließlich gehen Personalverantwortliche nach dem Ausschlussprinzip vor, wenn der Lebenslauf nicht zur ausgeschrieben Stelle passt. Dennoch kann es auch sinnvoll sein, dass du dich in anderen Branchen als deiner Stammbranche bewirbst, wenn deine Qualifikation es zulässt. Ein Ingenieur muss nicht notwendigerweise bei einem KFZ-Unternehmen arbeiten, er kann auch in der Pharma-Branche einen tollen Job finden.

Ganz wichtig: Nicht den Mut verlieren!
Denn wenn du dich von Selbstzweifeln zerfressen lässt, kannst du andere nicht mehr von dir überzeugen. Laufend optimieren, ausprobieren und dein Vorgehen anpassen – und dann klappt es auch bei dir mit dem neuen Job! Du musst nur etwas Geduld, Ausdauer und Hartnäckigkeit zeigen…

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