So, 21. Jänner 2018

Gewagter Plan

28.10.2006 20:31

50-Stunden-Woche in Erfolgsfirma

„Das ist arbeitsrechtlich undenkbar“, will die Gewerkschaft juristisch gegen den Plan einer Gaspoltshofener Firma vorgehen, die nach Informationen von Metaller-Chef Walter Schopf die 50-Stunden-Woche einführen will. Begründet wird der Plan mit der guten Auftragslage des Klimatechnik-Betriebs.

Das Gaspoltshofener Traditionsunternehmen GEA Happel, nunmehr GEA Klimatechnik, ist Teil der internationalen GEA Group, die mit 250 Tochtergesellschaften in 50 Ländern mehr als vier Milliarden Euro Gesamtumsatz erwirtschaftet. Man liefert Heizungs-, Lüftungs- und Regelsysteme an Industrie und Installationsbetriebe, montiert und wartet sie und besorgt den österreichweiten Vertrieb. Die Produkte sind so gefragt, dass die Firma nur mehr schwer nachkommt.

Sind Arbeiter nicht einverstanden, wird zugesperrt...
„Deshalb wurde den Arbeitern ultimativ die 50-Stunden-Woche vorgeschlagen: Wenn sie nicht einverstanden sind, werde die Firma geschlossen“, gibt Schopf Beschwerden von Betroffenen wieder: „Natürlich glauben wir nicht, dass eine florierende Firma zusperrt, aber die Mitarbeiter haben Angst um ihre Jobs.“

Die Gewerkschaft ist bereit, über flexible Arbeitszeiten zu reden, denn es gehe um 300 Arbeitsplätze. „Zeitmodelle bis 45 Stunden haben wir in vielen Betrieben, auch GEA Happel hatte einmal eines“, so Schopf. Eine 50-Stunden-Woche sei aber nicht drin: „Das geht über die arbeitsrechtlichen Grenzen hinaus. Wir werden die Juristen befassen.“

 

 

Foto: Chris Koller

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