Mi, 18. Oktober 2017

Fahrerflucht:

11.02.2017 14:40

Alko-Lenker tötete 17-Jährigen bei Kollision!

Traurig und wütend machen Unfalltragödien wie diese: In der Nacht auf Samstag wurde ein 17-Jähriger aus Riedau beim Pokémon-Spielen unweit seines Elternhauses von einem Alkolenker (25) gerammt und getötet! Der Fahrer ließ den sterbenden Burschen einfach liegen und flüchtete, erst Stunden später kam Hilfe zu spät.

Ihr Mutterinstinkt täuschte die Mama des 17-jährigen Jugendlichen aus Riedau nicht: Ihr Sohn war nach Mitternacht noch in der Siedlung unterwegs gewesen, weil er mit dem Spiel "Pokémon Go" virtuelle Monster fangen wollte. Doch er kam nicht mehr nach Hause  um kurz vor fünf Uhr morgens alarmierte die Frau die Polizei. Da lag der Bursch bereits über zwei Stunden lang nur gute hundert Meter von seinem Elternhaus entfernt lebensgefährlich verletzt in einem Graben neben der Straße.
Denn um 2.30 Uhr hatte ein 25-jähriger Einheimischer sein Auto stark betrunken durch den Ortsteil Schwaben gelenkt, war im Rausch einem entgegenkommenden Fahrzeug nach rechts ausgewichen  und hatte dabei den 17-jährigen Teenager, der dort zu Fuß unterwegs gewesen war, gerammt. Der Alkolenker flüchtete, ließ den Sterbenden einfach liegen. Hätte er gleich Hilfe geholt, vielleicht hätte das Opfer noch gerettet werden können, denn als es knapp drei Stunden später von den nach ihm fahndenden Beamten bewusstlos aufgefunden  wurde, lebte es noch. Der Notarzt reanimierte den gebürtigen Deutschen,  im Klinikum Wels konnten die Ärzte dann nur noch den Tod feststellen.
Inzwischen lief die fieberhafte Suche nach dem Fahrerflüchtigen, denn am Unfallort war der Seitenspiegel seines Wagens liegengeblieben: Drei Stunden nach dem Unfall stand die Polizei vor der Haustür des 25-Jährigen. Er hatte immer noch 1,2 Promille im Blut. Auf den schrecklichen Unfall angesprochen, meinte er, er hätte geglaubt, eine Straßenlaterne gestreift zu haben. Der Todeslenker wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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