Do, 23. November 2017

Verwirrung um Proben

12.11.2016 17:18

Vogelgrippe: Weiterer Hühnerbetrieb gesperrt

Entgegen erster Informationen hat sich der zweite Vorarlberger Verdachtsfall auf Vogelgrippe des Typs H5N8 in einem Hühnerhof in Möggers in Vorarlberg noch nicht endgültig bestätigt. Während in den am Donnerstag gezogenen Proben das Virus angezeigt hätten, sei das Ergebnis der Proben vom Freitag nicht mehr eindeutig, teilte Agrarlandesrat Erich Schwärzler (ÖVP) mit.

Die neue Nachricht habe er gegen 16 Uhr von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bekommen. Man habe nun am Samstag noch einmal Proben entnommen und nach Mödling geschickt. Ein klares Ergebnis erwartete Schwärzler nun für Montag.

In der Zwischenzeit bleibe die Sperre des Hühnerhofes zumindest vorübergehend aufrecht. Außerdem werde man die Entwicklung auf dem Hof nahe der bayerischen Grenze über das Wochenende genau beobachten. In Möggers war man davon ausgegangen, dass rund 4000 Tiere getötet und seuchensicher entsorgt werden müssen. Die Keulung der Hühner wurde nun vorerst verschoben.

Mit der Einrichtung von Schutzzonen, die unter anderem eine Stallpflicht für gewerbliche Geflügelbetriebe und private Halter vorsieht, soll ein Ausbreiten der Epidemie verhindert werden. Die Inkubationszeit des Virus betrage laut Veterinärmedizinern nur wenige Tage, weil das H5N8-Virus für die Tiere extrem aggressiv sei. Das derzeit kalte Wetter sei zudem von Vorteil, meinte der Agrarlandesrat. Zusätzlich appellierte er auch an private Tierhalter, die Stallpflicht für ihr Geflügel im Eigeninteresse auf jeden Fall einzuhalten.

Betrieb in Hard komplett gesperrt
In Vorarlberg war erst am Freitag in einem biozertifizierten Putenzuchtbetrieb in Hard bei mehreren Tieren die für Vögel gefährliche Vogelgrippe vom Typ H5N8 nachgewiesen worden. Als Konsequenz daraus wurde der Betrieb komplett gesperrt, die 1100 Tiere werden gekeult und im Anschluss entsorgt.

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