Sa, 21. Oktober 2017

"Krone"-Ombudsfrau

27.10.2016 15:00

Airbnb-Unterkunft existierte gar nicht

Betrügern aufgesessen ist eine Salzburgerin, als sie auf der Online-Plattform Airbnb, die weltweit Unterkünfte zwischen Privatpersonen vermittelt, nach einer Wohnung in Spanien suchte. Die vermeintlichen Vermieter kassierten von der Leserin im Vorhinein 1800 Euro und sind seither nicht mehr erreichbar ...

Eine Unterkunft für einen Spanien-Aufenthalt auf der Insel Ibiza suchte Julia A. im Internet und wurde bei Airbnb fündig. "Nachdem ich mich für eine Wohnung interessierte, erhielt ich per E-Mail ein Angebot", so die Salzburgerin. Dass es ein "Angebot" von Betrügern war, ahnte sie da noch nicht. Frau A. nahm via SMS mit der Vermieterin Kontakt auf und wollte mittels Kreditkarte bezahlen.

Doch weil das angeblich nicht funktioniere, forderte sie die vermeintliche Spanierin wenig später auf, das Geld zu überweisen, weil die Buchung sonst nicht fix sei. "Nach der Überweisung konnte ich die Dame nie mehr erreichen, mein Geld habe ich auch nicht mehr zurückbekommen. Ich bin offenbar Betrügern aufgesessen", war Frau A. zerknirscht.

Airbnb teilte uns auf Anfrage mit, dass in diesem Fall die Garantieleistungen nicht greifen würden, da versucht worden sei, eine Transaktion außerhalb der Plattform zu tätigen. Generell rate man, die Kommunikation mit Vermietern sowie Buchungen, vor allem aber Zahlungen, ausschließlich über die Plattform und das vorgesehene Zahlungssystem zu tätigen. Außerdem könne das Lesen von Bewertungen helfen, mögliche Betrugsangebote zu entlarven.

Fälle wie jener von Frau A. sind leider auch bei unseren Kollegen der Schlichtungsstelle Internet-Ombudsmann gut bekannt. Man empfehle der Leserin, den Sachverhalt bei der Polizei anzuzeigen, wenngleich die Chancen, die Betrüger zu fassen, in der Praxis minimal seien. Tipps, wie man sich vor Betrug bei der Buchung von Unterkünften schützen kann, finden Sie beispielsweise in der Watchlist Internet.

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