Do, 14. Dezember 2017

NATO-Manöver

18.06.2016 10:13

Steinmeier hält "Säbelrasseln" für gefährlich

Deutschlands Außeminister Frank-Walter Steinmeier hat die NATO-Manöver in Osteuropa kritisiert und fordert stattdessen mehr Dialog und Kooperation mit Russland. "Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen", sagte Steinmeier der "Bild am Sonntag".

"Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt. Wir sind gut beraten, keine Vorwände für eine neue, alte Konfrontation frei Haus zu liefern", so der sozialdemokratische Politiker.

Video: "Anaconda 2016" ist eine der größten NATO-Übungen in Osteuropa seit Jahren. Insgesamt nehmen 31.000 Soldaten an dem zehntägigen Manöver teil.

"Fatal, Blick auf das Militärische zu verengen"
Laut Steinmeier wäre es "fatal, jetzt den Blick auf das Militärische zu verengen und allein in einer Abschreckungspolitik das Heil zu suchen". Die Geschichte lehre, dass es neben dem gemeinsamen Willen zur Verteidigungsbereitschaft auch immer die Bereitschaft zum Dialog und Kooperationsangebote geben müsse, so der deutsche Außenminister. "Deswegen müssen wir mit unseren Partnern auch wieder verstärkt über den Nutzen von Abrüstung und Rüstungskontrolle für die Sicherheit in Europa sprechen."

Man habe ein Interesse daran, "Russland in eine internationale Verantwortungspartnerschaft einzubinden", so Steinmeier. "Die Verhinderung einer iranischen Atombombe, der Kampf gegen radikalen Islamismus im Nahen Osten oder die Stabilisierung libyscher Staatlichkeit sind dafür aktuelle Beispiele."

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