Mi, 22. November 2017

405.470 ohne Job

01.06.2016 12:02

Arbeitslosigkeit stieg im Mai um 2,5 Prozent

Am Arbeitsmarkt zeichnet sich weiterhin keine Entspannung ab: Im Mai waren 405.470 Menschen auf Jobsuche, das ist ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dramatisch ist die Situation bei den Langzeitarbeitslosen, wo es im Jahresvergleich ein Plus von 87 Prozent gab. Einmal mehr waren auch Ältere und Ausländer von der steigenden Arbeitslosigkeit betroffen, während es bei den Jugendlichen einen deutlichen Rückgang gab.

Während bei Männern Arbeitslosenzahl stabil blieb, stieg sie bei Frauen um 2,8 Prozent. Bei Personen ab 50 Jahren gab es einen Zuwachs von 6,1 Prozent auf 93.859 Personen, bei Ausländern stieg die Zahl um 4,6 Prozent auf 94.976.16 Prozent der Arbeitslosen waren bereits länger als ein Jahr auf Jobsuche, insgesamt betrug die durchschnittliche Arbeitslosendauer 126 Tage, was einem Zuwachs von 12 Tagen entspricht.

Positiv ist anzumerken, dass am Lehrstellenmarkt die Zahl der gemeldeten offenen Stellen um 9,2 Prozent auf 3222 Stellen anwuchs. Gleichzeitig waren aber 4967 Personen auf Lehrstellensuche, das ist ein Zuwachs von 3,7 Prozent.

Weniger Arbeitslose in der Baubranche, mehr im Handel
Nach Branchen betrachtet zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild. Während am Bau (minus 8,1 Prozent) und bei den Zeitarbeitnehmern (minus 2,8 Prozent) ein Rückgang verzeichnet wurde, gab es im Handel ein Plus von 2,4 Prozent, im Tourismus waren um 0,3 Prozent mehr ohne Job.

Nach Bundesländern betrachtet gab es ebenfalls ein differenziertes Bild: Am stärksten war der Anstieg in Wien und Oberösterreich mit jeweils 2,7 Prozent, während es in Tirol einen Rückgang von 5,1 Prozent gab und in Salzburg das Minus 4,2 Prozent betrug.

Zahl Job suchender Flüchtlinge stieg um 49 Prozent
Als Grund für den weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen nennt das Sozialministerium die Zunahme der Zahl der Jobsuchenden durch die Erhöhung des Pensionsalters und den Zuzug aus dem Ausland.

24.461 anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte waren im Mai auf Jobsuche, das ist ein Plus von 49 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Rund zwei Drittel von ihnen hatten nur Pflichtschulausbildung, wie aus den Zahlen des AMS hervorgeht. Mit Maßnahmen wie intensiver Unterstützung beim Deutschlernen, der individuellen Erhebung der mitgebrachten Kompetenzen und der eingehenden Begleitung zu einem österreichischen Bildungsabschluss wolle man diese Personen rasch in den Arbeitsmarkt integrieren, sagte AMS-Wien-Chefin Petra Draxl.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden