Di, 12. Dezember 2017

krone.at-Filmkritik

23.03.2016 14:39

"Batman v Superman": So gut ist "Dawn Of Justice"

Am Freitag ist es endlich so weit: "Batman v Superman: Dawn Of Justice", das erste Aufeinandertreffen der beiden Superhelden von DC Comics, startet in unseren Kinos! Und markiert gleichzeitig den ersten Höhepunkt des Blockbuster-Jahres, dem noch viele weitere Comicverfilmungen folgen.

"Batman v Superman" knüpft nahtlos an "Man of Steel" (2013), dem ersten Auftritt von Henry Cavill als Superman, an. Dass der fliegende Superheld seinen Erzfeind Zod gestoppt und getötet hat, ließ die Menschen jubeln. Doch dass der Kampf zwischen Superman und Zod nicht nur in Metropolis, sondern auch in Gotham City zahllose Menschenleben gefordert hat, sorgt bei Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck) für Frust und Hass.

Als sich in der Öffentlichkeit mehr und mehr die Meinung durchsetzt, dass man ein außerirdisches, gottähnliches Wesen wie Superman besser in die Schranken weisen müsse, damit es sich irgendwann nicht gegen die Menschen wendet, wird Batman schnell hellhörig. Er möchte den Helden im roten langen Cape eher heute als morgen zur Strecke bringen. Während sich die zwei Superhelden bekriegen, zieht im Hintergrund der Milliardär Lex Luthor (Jesse Eisenberg) die Fäden - er bastelt heimlich an der Erschaffung einer zerstörerischen Kreatur, gegen die kein (Superhelden-)Kraut gewachsen ist.

Diese Entwicklung verlangt eine Zusammenarbeit zwischen Superman und Batman. Doch können die beiden Helden ihre Egos hintanstellen, um die Welt zu retten? Wenn ja, können sie auf die Hilfe der geheimnisvollen Wonder Woman (Gal Gadot) setzen, die mit Lasso, Schwert und Schild so gut umgehen kann wie sonst niemand?

Startschuss zu DC-Kinoserie
"Batman v Superman" ist der zweite Film aus der "DC Extended Universe"-Kinoserie, heuer folgen noch "Suicide Squad" und nächstes Jahr "Wonder Woman" und "The Justice League Part One". Außerdem kommt in den nächsten Jahren noch ein eigener Batman-Streifen sowie ein Spin-off mit Aquaman ins Kino.

Wie schon in "Man of Steel" nahm Zack Snyder auf dem Regiestuhl Platz, er serviert uns zweieinhalb Stunden fantastische 3D-Action - wobei es etwas weniger als 151 Spielfilmminuten auch getan hätten, denn der Streifen hat wie sein Vorgänger einige Längen. Snyder und die Drehbuchautoren Chris Terrio und David S. Goyer meinten es wohl gut und packten so viel Hintergrund und Charaktere wie möglich in den Film, um "Dawn Of Justice" als Einführung in das DC-Comic-Universum anzulegen. Das war ein Touch "too much".

Ben Affleck als verbitterter Batman
Was wurde seit der Bekanntgabe des Casts nicht über die vermeintliche Fehlbesetzung von Ben Affleck als Batman diskutiert. Und man muss konstatieren: alles Blödsinn! Die Fußstapfen von Christian Bale, der in der "Dark Knight"-Trilogie den schwarzen Ritter so genial verkörperte wie noch keiner zuvor in der Kino- und Fernsehgeschichte, waren sehr groß, doch Ben Affleck überzeugt als etwas reiferer und verbitterter Batman.

Joker statt Lex Luthor
Ganz im Gegensatz zu Jesse Eisenberg als Lex Luthor. Der "Social Network"-Star hat wohl zu oft Heath Ledgers legendäre Performance als Joker in "The Dark Knight" (2008) gesehen, denn er kopiert diese fast schon aufdringlich und gibt Milliardär Luthor als manipulativen Soziopathen mit verrücktem Lacher. Das war leider nichts, Jesse! Superman Henry Cavill spult sein Programm solide ab, ebenso Amy Adams (Lois Lane) und Jeremy Irons (Batmans treuer Diener Alfred).

Fazit: Ein 3D-Actionfeuerwerk vom Feinsten, dem es jedoch an inhaltlicher Finesse fehlt und das einige Längen aufweist. Mit der Brillanz der "Dark Knight"-Trilogie von Christopher Nolan kann "Batman v Superman" nicht mithalten, doch für Superhelden-Fans natürlich ein Must-see.

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