Mi, 13. Dezember 2017

Mit 30 Beamten

13.11.2015 07:33

Taxler ermordet: Razzien in Kärntner Rotlichtszene

Fast zwei Wochen sind seit dem eiskalten Schussattentat auf einen 47-jährigen Mann in Klagenfurt vergangen. Die Kripo ermittelt fieberhaft, wer die Schüsse abgegeben hat und was dahintersteckt. Die Spuren führen ins Rotlichtmilieu. In der Nacht auf Mittwoch fand eine erste Razzia in mehreren Etablissements statt.

Am Samstag wird Mordopfer Reinhard O. (47) am Friedhof in Viktring-Stein in einer Urne beigesetzt werden. Warum der Elektrotechniker in der Nacht auf Halloween durch zielgenaue Schüsse vor einem Wohnhaus in Klagenfurt-Waidmannsdorf niedergestreckt und getötet wurde, ist weiter unklar.

"Es ist einer der herausforderndsten und spannendsten Mordfälle in Kärnten", sagt Kripochef Gottlieb Türk. Fieberhaft ermittelt er mit seinen Kriminalbeamten nach einem möglichen Motiv und dem Tatverdächtigen. Immer tiefer führen die Spuren dabei in das Kärntner Rotlichtmilieu.

Razzien in neun Etablissements
Nun werden die Ermittlungen ausgeweitet: Bereits am Dienstagnachmittag waren zahlreiche Prostitutierte in deren Wohnungen von den Polizeibeamten aufgesucht und befragt worden. Gegen 22 Uhr folgte der Höhepunkt der Operation: Mehr als 30 Spezialbeamte der Kärntner Kriminalpolizei führten zeitgleich eine Razzia in neun Betrieben in ganz Kärnten durch.

Dabei wollten die Beamten vor allem herausfinden, wer mit Mordopfer Reinhard O. näher zu tun und wer mit ihm Konflikte ausgetragen hatte. Speziell in Klagenfurt soll es intensive Erhebungen gegeben haben, da der 47-jährige Klagenfurter besonders in der Stadtszene Kontakte gepflegt haben soll.

Weitere Aktionen in Planung
Die Kripo hält sich zu den Ergebnissen noch bedeckt. Chefermittler Türk bestätigt jedoch, "dass es eine Schwerpunktaktion im Milieu gegeben hat, die auch dazu gedient hat, neue Erkenntnisse in puncto Mordermittlungen zu gewinnen". Nähere Details wolle er "aus kriminaltaktischen Überlegungen" nicht preisgeben. Weitere Aktionen sollen bereits in Planung sein. "Wir sind mit unseren Möglichkeiten bei Weitem nicht am Ende", so Türk.

Lesen Sie auch:

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden