Di, 12. Dezember 2017

RTL-Sensation

29.10.2015 11:17

"Marcels Lob hat mich sehr gefreut"

Ab heute herrscht für Sport-Soldat Roland Leitinger im Olympiazentrum Rif wieder "normaler" Trainingsalltag. Nachdem er den für ihn sensationellen Weltcup-Auftakt in Sölden im Kreise der Familie samt Freundin Simone daheim in St. Martin bei Lofer hatte "sacken" lassen. Mit Laufbestzeit in Durchgang zwei katapultierte sich der 24-Jährige auf Rang sechs und mitten in die Weltspitze.

"Nur ein kleiner Fehler, und ich wäre nicht einmal in den zweiten Durchgang gekommen", weiß Roli, wie eng Sieg und Niederlage zusammen liegen. Aber es war wohl eine Fügung des Schicksals, dass er mit so guter Startnummer die Gunst der Stunde nutzen konnte. Oder auch der Lohn für die harte Arbeit in den letzten, alles andere als einfachen Jahren. Zuerst fiel er mit einem Kreuzbandriss, dann mit einem Bruch des Sprungbeins zwei Saisonen aus. Da denken viele ans Aufhören. Leitinger nicht. "Der Verband hat mich nie fallen gelassen, immer an mich geglaubt." Und mit dem Europacup-Gesamtsieg im RTL im Vorjahr gelang der Beweis, dass seine skitechnischen Veränderungen fruchteten. So sehr, dass er heuer im Training schon Superstar Hirscher auf den Zahn fühlte. Der freute sich in Sölden mit ihm: "Rolis Ergebnis ist saulässig. Gratulation!", meinte Hirscher.

Marcels Lob hat mich auch sehr gefreut. Er ist ein super Typ, immer nett zu uns Jungen." Wobei Leitinger auch nur zwei Jahre jünger als Hirscher ist - sich aber in Sölden über das erste Karriere-Preisgeld (2575 Euro) freuen durfte. "Überwiesen ist es noch nicht. Aber das werde ich sparen."

Nächster Start erst am 6. Dezember
Von den vielen Gratulationen hat sich Leitinger am meisten über jene von Paralympics-Sieger Tom Geierspichler gefreut. "Ein Typ, der mich fasziniert", sagt Roli - und den er nun beim Training in Rif wieder vermehrt trifft. Denn erst am 6. Dezember steigt der nächste Weltcup-RTL. Bis dahin schnallt Leitinger öfter die Slalom-Ski an, fährt in Schweden FIS-Rennen. "Ich schaue, dass ich im Slalom mit den FIS-Punkten runter komme", will Roli den Sölden-Schwung mitnehmen.

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