Fr, 24. November 2017

Metaller-KV

28.10.2015 12:46

Sozialpartner einigen sich auf 1,5% mehr Lohn

Nach einem mehr als 24-stündigen Kollektivvertrags-Verhandlungsmarathon haben sich die Sozialpartner am Mittwoch in der dritten Runde auf einen Abschluss für die 120.000 Beschäftigten der Maschinen- und Metallwarenindustrie geeinigt. Ab November gibt es um 1,5 Prozent mehr Lohn. Die KV-Abschlüsse in der Metallbranche gelten als Richtschnur für andere heimische Branchen.

Geeinigt haben sich die Sozialpartner auch auf eine Freizeitoption - mehr Freizeit statt mehr Geld - und ein neuartiges "Zeitkonto". Das neue dreistufige Arbeitszeitmodell mit einem Zeitkonto sei "sehr innovativ", sagte KV-Chefverhandler Rainer Wimmer (Pro-Ge). "Es ist ein Modell, das der Realität angepasst wurde", so der Gewerkschafter.

Auch die Einführung der bereits öfter diskutierten Freizeitoption - also keine KV-Erhöhung und dafür mehr Freizeit - wertete Wimmer als Erfolg für die Gewerkschaft. Bei der Elektro- und Elektronikindustrie gibt es dieses Modell schon seit 2014. Der einzelne Arbeitnehmer kann selbst zwischen mehr Geld oder mehr Freizeit wählen.

Sechste Urlaubswoche kommt nicht
Auf eine sechste Urlaubswoche für alle nach 25 Jahren Arbeit konnten sich die Sozialpartner allerdings nicht einigen. Das Thema bleibt aber auf der Agenda der Gewerkschaft. Ob es vor dem Arbeitsmarktgipfel am kommenden Freitag Druck gegeben habe, sich auf einen Abschluss zu einigen, verneinte Wimmer. "Wir lassen uns von niemanden drücken."

Insgesamt zeigte sich Wimmer mit dem Ergebnis für die 120.000 Beschäftigten der Maschinen- und Metallwarenindustrie zufrieden. "Es hat sich ausgezahlt", sagte er nach dem Ende des 24-Stunden-Verhandlungsmarathons in Wien. Mit der aktuellen Runde ist rein von der Verhandlungszeit ein neuer Rekord aufgestellt worden.

Abschluss für Arbeitgeber "vertretbar"
Die Arbeitgeber haben den KV-Abschluss mit einem Lohnplus von 1,5 Prozent trotz der "schwierigen Marktlage" als "vertretbar" bezeichnet. Das neue flexiblere Arbeitszeitmodell sei "ganz gut", betonte der Chefverhandler der Arbeitgeberseite, Christian Knill.

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