Fr, 24. November 2017

„Zugang zu Bildung“

18.09.2015 11:19

Asyl: Grüne für Schulen bei Erstaufnahmezentren

Die Grünen wollen bei Großquartieren und Erstaufnahmestellen Schulen für Flüchtlingskinder einrichten. Dort sollen sie "erste Deutschkenntnisse erwerben, schulpsychologisch betreut werden und Wissensstand sowie Vorbildung erhoben werden", so Bildungssprecher Harald Walser in einer Aussendung. Sobald die Kinder in dauerhafter Unterbringung seien, müsse die Integration aber in Regelschulen erfolgen, heißt es.

Die betroffenen Kinder hätten oft eine mehrmonatige Flucht hinter sich und manchmal in ihrer Heimat schon jahrelang keine Schule besuchen können. Umso wichtiger ist es für Walser, dass sie in Österreich "ab dem ersten Tag Zugang zu Bildung haben, denn Bildung ist ein Menschenrecht". Walser hatte bereits im Jänner einen Antrag im Nationalrat eingebracht, in dem er mehr Mittel für die Bildung von Flüchtlingskindern forderte.

Die von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek angekündigte Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln in Höhe von 25 Millionen Euro unterstützen die Grünen. Es müssten aber auch langfristige Konzepte erarbeitet und fachlich gut qualifizierte Lehrkräfte eingestellt werden, heißt es von Walser. "Der Einsatz der Mittel muss professionell und rasch erfolgen, denn nur das garantiert einen nachhaltigen Erfolg für die betroffenen Kinder und Jugendlichen."

Traiskirchen: Schulangebot auf freiwilliger Basis
In Traiskirchen gibt es derzeit ein Schulangebot auf freiwilliger Basis, wie Innenministeriumsprecher Karl-Heinz Grundböck gegenüber krone.at erklärt: "Das Ministerium stellt die Räumlichkeiten, die Lehrer werden von der Landesschulbehörde organisiert." Dieses Angebot sei eingerichtet worden, da sich die Asylwerber in Traiskirchen über einen langen Zeitraum dort aufhalten, so Grundböck. Eine Schulpflicht für die Kinder gibt es aber nicht.

In anderen Erstaufnahmestellen gibt es derartige Angebote nicht. Flüchtlingskinder, die etwa im oberösterreichischen Thalham untergebracht sind, können erst nach der Zuteilung in die jeweiligen Asylquartiere der Bundesländer die Schule besuchen. Auch dafür fordern die Grünen zusätzlich geschulte Lehrer und Psychologen, um die Integration der Kinder zu erleichtern: "Der Einsatz der Mittel muss professionell und rasch erfolgen, denn nur das garantiert einen nachhaltigen Erfolg für die betroffenen Kinder und Jugendlichen", so Walser.

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