Mo, 20. November 2017

Für Schule gefordert

16.09.2015 19:40

Noten-Wirrwarr abschaffen, Verwaltung straffen

Neben der Auflösung der Schulsprengel für die Neue Mittelschule legt VP-Landesrätin Doris Hummer bei der heute endenden Bildungsreferentenkonferenz in Linz dem Bund vier weitere Forderungen aus Oberösterreich vor, etwa die Abschaffung der siebenstelligen Notenskala in den Neuen Mittelschule und eine Verwaltungsreform.

Die Abschaffung der Schulsprengel soll, wie berichtet, den Eltern Wahlfreiheit bringen und zermürbende Bürokratie ersparen. Das ist aber noch nicht alles: Hummer möchte auch die komplizierte und verwirrende siebenstufige Notenskala in den Neuen Mittelschulen durch das übliche Beurteilungsschema ersetzen. "Fünf Noten reichen, sieben sind völlig überflüssig", so ihre Überzeugung. Es ist ihr auch ein Anliegen, dass die Zusatzressourcen (130 Millionen Euro pro Jahr) zur Qualitätssteigerung in den NMS führen. Dafür müssten standortbezogen Konzepte (zum Beispiel Teamteaching) entwickelt werden, wie es etwa bereits an den Neuen Mittelschulen mit technischem Schwerpunkt geschieht.
Ein Dauerthema ist die Verwaltungsreform, für die der Bund ja bekanntlich eine Arbeitsgruppe eingesetzt hat, die am 17. November erste Ergebnisse präsentieren soll. Auch da hat Hummer ganz klare Vorstellungen: "Weg mit den Doppelgleisigkeiten! Eine Bildungsdirektion pro Bundesland genügt." Das bedeute nicht, den Landesschulrat abzuschaffen, wie immer wieder von verschiedenen Seiten gefordert wird, betont sie, sondern ihn mit der Bildungsdirektion des Landes zu verschmelzen und endlich klare - und zudem kostensparende - Zuständigkeiten zu schaffen.
Vierter Punkt im Oberösterreich-Programm ist die Forderung an den Bund, ein System für die Integration der Flüchtlingskinder auszubauen. In Oberösterreich sind es 890, dazu sind 35 zusätzliche Betreuungslehrer im Einsatz.
Eine Herzensangelegenheit ist für Hummer die Stärkung der Schulautonomie – und da gibt es neben flexiblen Unterrichtszeiten, Schulleiter-Beteiligung an der Personalauswahl und finanzieller Autonomie auch die Idee der vier schulautonomen Tage. Neu daran: Nicht die Schule setzt sie fest, sondern jeder Schüler kann sie frei wählen, sich praktisch unbürokratisch Urlaub nehmen.

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