Mo, 11. Dezember 2017

Asyl-Chaos in Ungarn

03.09.2015 18:31

Vorbereitungen am Grazer Hauptbahnhof

Die Eskalation des Flüchtlingsdramas in Ungarn beschäftigte am Donnerstag auch die steirischen Behörden. Den ganzen Tag lang war unklar, ob und wie viele Flüchtlinge mit Zügen nach Graz kommen. Am Ende blieb alles ruhig. Was die kommenden Tage bringen, weiß niemand.

Bereits am Mittwochabend wurden Polizisten am Hauptbahnhof in Alarmbereitschaft versetzt, am Donnerstag spitzte sich die Lage zu. Zuerst hieß es, der Sonderzug, der von den ungarischen Polizisten geräumt wurde, sei für Graz bestimmt gewesen. Später war unklar, ob Flüchtlinge mit dem täglichen Direktzug aus Budapest (planmäßige Ankunft: 21.53 Uhr) anreisen.

ÖBB, Polizei, Land, Magistrat, NGOs, Rotes Kreuz, der Flüchtlingskoordinator Kurt Kalcher waren in ständigem Kontakt. Auch zahlreiche Privatpersonen begannen in sozialen Netzwerken bereits, Hilfe zu organisieren. Am Abend hieß es dann, dass an diesem Tag keine Flüchtlinge mit dem Zug nach Graz kommen.

"Alle sind vorbreitet"
Doch was bringen die nächsten Tagen? "Alle sind vorbereitet und beobachten die Lage genau", betont man im Büro von Soziallandesrätin Doris Kampus. "Der Donnerstag hat gezeigt, dass die Systeme rasch hochgefahren werden können."

Bisher gab es in der Steiermark vor allem Flüchtlingsaufgriffe auf den Bahnhöfen in Leoben und Bruck. Aufgrund der vorübergehenden Grenzkontrollen am Brenner rechnen Polizei und ÖBB auch auf dieser "Italien-Achse" wieder mit vermehrter Bewegung.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden