Sa, 18. November 2017

Vorwurf an Türkei

12.08.2015 16:44

Schmutziger IS-Deal statt Mohamed-Auslieferung?

Unfassbare Vorwürfe: Laut einem Insider ist der 2013 nahe der syrischen Grenze verhaftete Mohamed M. nicht an Österreich ausgeliefert worden, weil die Türken ihn für ein schmutziges Tauschgeschäft mit der Dschihadistenmiliz IS benötigt hätten - neun von den Terroristen gefangen gehaltene Soldaten gegen den Hassprediger und 51 weitere inhaftierte Islamisten.

"Aus formellen Gründen abgelehnt. Aus türkischer Sicht liegen die Voraussetzungen für eine Auslieferung nicht vor", hieß es im August 2013 aus dem heimischen Justizministerium. Schon damals konnten Rechtsexperten die Entscheidung nicht nachvollziehen. Sie kritisierten heftig, dass der österreichische Haftbefehl ignoriert, Mohamed M. einfach auf freien Fuß gesetzt wurde.

"Türken hatten ein großes Problem"
Jetzt, zwei Jahre und ein Hinrichtungsvideo später, will ein Insider den angeblich wahren Grund für die damalige Nicht-Auslieferung ans Licht bringen. "Die Türken hatten ein großes Problem: Neun ihrer Soldaten waren in der Gewalt des IS. Was ihnen wahrscheinlich egal gewesen wäre, hätten sich nicht auch zwei hochrangige Offiziere unter den Gefangenen befunden, die engste Verbindungen nach ganz oben hatten. Fast fünf Monate wurde mit den Terroristen verhandelt - bis es zum Tauschgeschäft kam", so der Insider zur "Krone".

Der angebliche Deal: Die neun Soldaten kamen frei, dafür durften 52 inhaftierte Dschihadisten - inklusive dem Austro-Propagandisten Mohamed M. - aus ihren türkischen Zellen spazieren und ungehindert die Grenze passieren, egal in welche Richtung.

Im heimischen Inneministerium habe man von diesem Gerücht bislang noch nichts gehört - mehr könne man dazu jetzt auch nicht sagen, hieß es.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden