Mi, 13. Dezember 2017

Laut US-Bericht

31.07.2015 08:03

Kampf gegen Menschenhandel: "Standards erfüllt"

Das US-Außenministerium hat seinen "Bericht über Menschenhandel 2015" veröffentlicht. Zu Österreich wird darin festgehalten, dass die Regierung "vollständig die Mindeststandards für die Bekämpfung des Menschenhandels" erfüllt. Auch zahlreiche Empfehlungen an Österreich werden im Bericht abgegeben.

Laut dem Report hat sich in Österreich im Vorjahr im Vergleich zu 2013 die Anzahl der Verurteilungen wegen Menschenhandels mehr als verdoppelt, zudem wurde auch eine größere Zahl solcher Fälle strafrechtlich verfolgt. "Auch hat die Regierung in Zusammenarbeit mit NGOs und durch erhöhte finanzielle Unterstützung für Hilfsorganisationen Opfer identifiziert und weiterverwiesen", heißt es in dem Bericht.

Darüber hinaus "setzte sich die Regierung weiterhin für die Aufdeckung und Vermeidung der Ausbeutung von Personen in Diplomatenhaushalten ein". Positiv gewertet wurde unter anderem auch die Unterstützung der Regierung einer Kampagne, "mit der Kunden von Prostituierten - was Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung betrifft - sensibilisiert werden sollen".

Mehr Engagement bei Identifizierung von Opfern gefordert
Das State Department gab auch zahlreiche Empfehlungen an Österreich ab. So wird größeres Engagement bei der Identifizierung von Opfern gefordert. Auch solle die "Verhängung von Urteilen über für schuldig befundene Menschenhändler proportional zur Schwere des Verbrechens" erfolgen.

Weiters wird angeregt, Verfahren zur Ermöglichung der Ausstellung von Aufenthaltsgenehmigungen an Opfer, die sich zur Aussage bereit erklären, zu überprüfen und zu überarbeiten. Eine befristete Aufenthaltserlaubnis wurde in Österreich im Jahr 2014 fünf ausländischen Opfern gewährt.

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