Fr, 24. November 2017

Stroh als Todesfalle

25.07.2015 10:35

Landwirtin bei Suche nach Katzenbabys erstickt

Tragödie auf einem Bauernhof in Diersbach im oberösterreichischen Bezirk Schärding: Eine 74-jährige Landwirtin wollte Katzenbabys, die am Heuboden zur Welt gekommen waren, in Sicherheit bringen und rutschte dabei kopfüber in ein eineinhalb Meter tiefes Loch im Strohlager. Die Innviertlerin konnte sich nicht mehr befreien und erstickte hilflos.

Zu dem Drama war es bereits am Montag gekommen, es wurde aber erst jetzt bekannt. Auf dem Hof der 74-jährigen Landwirtin Maria L. in Diersbach hatte die Hauskatze Junge geworfen. Die Bäuerin vermutete das Lager mit den Katzenbabys am Heuboden des Anwesens, suchte um 7 Uhr früh nach den Kleinen - und fand sie schließlich in einem einen Meter tiefen Loch mitten im Heu.

Dort wollte sie die Kätzchen aber nicht lassen, sondern den Wurf retten. Dazu griff sie mit den Armen in die Tiefe und kroch kopfüber in das senkrecht abfallende Loch, rutschte dabei aber plötzlich völlig hinein. Die 74-Jährige dürfte verzweifelt versucht haben, sich selbst zu befreien - sie hatte aber keine Chance: Loses Heu rutschte ständig nach, sodass alle ihre Bemühungen, sich hochzuziehen, scheiterten. Maria L. erstickte hilflos.

Ehemann entdeckte Leiche
Weil sie nicht mehr ins Haus zurückkam, machte sich eine Stunde später ihr 86-jähriger Gatte Sorgen und auf die Suche nach ihr. Am Heuboden entdeckte er schließlich seine im Heuloch teilweise verschüttete Gattin und zog sie heraus. Da kam aber schon jede Hilfe zu spät. Die 74-jährige Bäuerin war bereits tot.

Bei den polizeilichen Erhebungen wurden am Unglücksort die Katzenbabys gefunden und damit geklärt, wie es zu dem Drama hatte kommen können.

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