Do, 14. Dezember 2017

Experte berät

23.07.2015 08:01

Vorsicht beim Hundesport an heißen Sommertagen

Hundesportarten wie Agility, Dogdance oder Trickdog gewinnen zunehmend an Beliebtheit, denn Vier- und Zweibeiner bewegen und beschäftigen sich gemeinsam und stärken so ihre Bindung zueinander. Ein neuer Trend unter den Hundesportlern ist Canicross, eine Art Geländelauf, bei dem der Sportler mit dem Hund durch eine Leine verbunden ist. Doch wie verhält es sich mit der sportlichen Betätigung während der heißen Sommertage?

Canicross bezeichnet das gemeinsame Laufen mit dem Hund, wobei der Hund den Läufer mit seiner Zugleistung unterstützt. Der Hund trägt dabei ein passendes Zuggeschirr und ist über eine spezielle Leine mit dem Laufgurt des Menschen verbunden. Der Hund ist sozusagen der Hilfsmotor des Läufers, ähnlich dem Elektromotor der E-Bikes. Markus Gerstl vom Team der "Speedrunners" erklärt, worauf Hundehalter an heißen Sommertagen achten sollen, wenn sie gemeinsam mit ihrem Vierbeiner Sport ausüben möchten.

Achtung schon ab 15 bis 18 Grad
"Hunde können bekanntlich nicht schwitzen wie wir Menschen. Sie bestreiten den größten Teil ihrer Temperatur-Regulation über das Hecheln, wobei die Verdunstungskälte im Maul-Rachenraum genutzt wird", so Gerstl. "Es gibt Rassen, bei denen die Wärmeabfuhr schlechter funktioniert, zum Beispiel beim Mops. Ebenfalls gibt es Hunde, die generell Anpassungsschwierigkeiten an hohe Temperaturen haben." Von hohen Temperaturen spricht der Experte bereits ab 15 bis 18 Grad aufwärts.

Starke Unterschiede zwischen einzelnen Hunden
Da manche Hunde sehr hitzeempfindlich sind und ihr Herzkreislaufsystem Wärme nicht so gut verträgt wie das von Artgenossen, verkraften die Vierbeiner Sport bei warmem Wetter höchst unterschiedlich. "Während manchen Hunden bei 12 Grad Lufttemperatur schon der Kreislauf versagt, laufen andere - sogar der gleichen Rasse - bei 20 Grad oder mehr noch frisch und munter durch die Gegend und arbeiten gerne", erklärt Gerstl. Hunde nordischer Rassen können auch bereits bei geringeren Temperaturen überhitzen.

Beobachten Sie Ihr Tier genau
Überhitzen heißt in dem Fall, dass die Körpertemperatur so hoch wird, dass organische Schäden entstehen und der Kreislauf kollabieren kann - das endet schlimmstenfalls mit dem Herzstillstand und schließlich dem Tod des Hundes. Als sportlicher Halter muss man daher genau auf sein Tier achten: "Auf jeden Fall muss man seinen Hund genau beobachten und seine Zeichen richtig deuten können. Ein schwankender Gang, kreisende Rute und ein weit aufgerissenes Maul sind hier erste Anzeichen einer Überhitzung", so Gerstl.

Trainingsbeginn am besten mit anderen Teams
Wichtig ist, dem Hund immer genug Wasser zu trinken zu geben und ihn vor sportlicher Aktivität zu wässern. Wenn nötig kann man den Hund auch mit Wasser von außen kühlen, von den Pfoten aufwärts zum Bauch. Niemals sollte man dem Hund einfach kaltes Wasser über den Kopf schütten. "Canicross die perfekte Symbiose für sportliche Menschen, die mit ihrem Hund einen Teamsport betreiben wollen. Die Bindung wird gefestigt und die Fitness erhöht. Am besten trainiert man anfangs mit erfahrenen Canicross-Teams zusammen, denn gerade im Sommer gibt es viel zu beachten, damit dem Hund kein gesundheitlicher Schaden entsteht", schließt Gerstl.

Informationen finden Sie unter www.speedrunners.at.

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