Do, 18. Jänner 2018

Dolch-Mord

20.04.2006 19:15

Der 25-jährige Verdächtige ist gefasst

Fahndungserfolg nach dem Mord an einer 26-jähriger Oberösterreicherin: Der 25-Jährige, der verdächtigt wird, seine Freundin in Eberstalzell erstochen zu haben, ist in Frankreich gefasst worden. Er wurde von Zollorganen erkannt und in Straßburg festgenommen.

Die Ermittler hatten einen Selbstmord des 25-Jährigen nicht ausgeschlossen, waren aber eher davon ausgegangen, dass er sich auf der Flucht befindet. Nach dem Mann lief eine europaweite Fahnung. In Straßburg klickten die Handschellen: Der mutmaßliche Mörder war von Deutschland Richtung Frankreich unterwegs gewesen.

Er werde nun in ein französisches Gericht überstellt, sagte der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Lißl. Das Landesgericht Wels werde in der Folge die Auslieferung beantragen.

Blutüberströmte Leiche
Die 26-jährige Grafikerin war bereits in den frühen Morgenstunden des Ostermontags ermordet worden. Ihr Vater entdeckte die blutüberströmte Leiche in der Nacht auf Mittwoch im Haus des 25- Jährigen. Die Polizei fand in allen vier Räumen der Wohnung Blutspuren. Der Freund des Opfers geriet schnell in Verdacht.

Er soll laut Zeugenaussagen in der Nacht auf Ostermontag mit der Ermordeten eine Discothek in Eberstalzell besucht und sich gegen 4.00 Uhr früh stark alkoholisiert auf den Heimweg gemacht haben. Seine Freundin war bereits etwas früher gegangen und dürfte in seiner Wohnung auf ihn gewartet haben. Was sich dort genau abspielte, war vorerst unklar. Als Mordwaffe kommt ein Dolch in Frage. Das Messer ist seit der Tat aus der Wohnung des Verdächtigen verschwunden.

 

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