Mi, 22. November 2017

„Krone“-Interview

16.03.2015 22:08

Mathiaschitz über ihre Pläne als Bürgermeisterin

Die neue Klagenfurter Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz im großen "Krone"-Interview mit Christian Rosenzopf über die triste Finanzlage, leere Geschäfte – und Projekte, die gekippt werden.

Bürgermeisterin von Klagenfurt – haben Sie sich an die Anrede schon gewöhnt?
Ach, ich war für die meisten immer die "Frau Doktor", es nannte mich kaum jemand Frau Vizebürgermeister. Wenn es so bleibt, ist es auch in Ordnung.

So schnell kann es gehen: 2003 kamen Sie als parteifreie Kandidatin, 2008 das Zerwürfnis mit dem damaligen SP-Chef, jetzt sind Sie die erste Bürgermeisterin...
Dabei hatte ich es nie geplant. Es war eigentlich nur meine Naivität als Medizinerin, dass ich gedacht habe, ich gehe in die Politik, um mein Wissen einzubringen. Ich habe aber bald gesehen, dass Politik ein anderes Paar Schuhe ist und nicht immer die Fachmeinung gefragt ist.

Haben Sie dann überlegt, gleich wieder alles hinzuwerfen?
Nein, nur muss man Politik erlernen und hineinwachsen.

Ehrlich: Haben Sie vor Ihrem Eintritt auch andere Parteien gewählt als die SP?
Das bleibt mein Wahlgeheimnis.

Damit zum Kernthema: Wann werden Sie angelobt?
Wahrscheinlich wird es am 9. April so weit sein.

Was werden Ihre ersten Maßnahmen sein?
Der Kassasturz. Wir müssen sehen, was los ist. Die Bevölkerung erwartet sich die Sanierung der Finanzen. Das sind wir den künftigen Generationen schuldig. Es darf nicht passieren, dass andere Gemeinden Strafe zahlen, nur weil unsere Stadt ihr Budget nicht einhält.

Aber hatten Sie als Vizebürgermeisterin keinen Einblick in die Finanzen?
Nur in meine Referate, das Finanzreferat war immer ein eigenes Ressort.

Immer wieder ist von Personaleinsparungen im Rathaus die Rede, doch die Umsetzung scheitert. Was tun?
Wichtig ist die Aufgaben- und Strukturreform, die hat es bisher nicht gegeben. Wir müssen schauen, wo können wir einfach Personal reduzieren und Doppelgleisigkeiten vermeiden. Das werden wir mit der Personalvertretung und den Mitarbeitern des Hauses lösen. Dies wird mein genereller Stil sein: Ich möchte die Betroffenen immer einbinden.

Das vollständige Interview mit Maria-Luise Mathiaschitz und ihre Meinung über Hallenbad, Eishalle, Gratis-Babystrampler und Volksnähe gibt's in der Dienstagausgabe der "Kärntner Krone".

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