Do, 14. Dezember 2017

Mission gestartet

13.03.2015 13:08

Satelliten-Flotte soll Erdmagnetfeld erforschen

Die NASA-Mission Magnetospheric Multiscale (MMS) ist in der Nacht auf Freitag von Cape Canaveral (Florida) aus an Bord einer "Atlas V"-Rakete gestartet. Das teilte das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) am Freitag mit. Das IWF ist größter nicht-amerikanischer Partner des Projekts. Die vier MMS-Satelliten sollen das Erdmagnetfeld erforschen.

Das Erdmagnetfeld fungiert als Schutzschild vor den gefährlichen, hochenergetischen Teilchen aus dem All, die u.a. von der Sonne ausgesendet werden. Die vier identisch bestückten MMS-Satelliten sollen dreidimensionale Messungen in der Magnetosphäre durchführen und die sogenannte "magnetische Rekonnexion" im Detail untersuchen.

Dieser Prozess findet überall dort statt, wo unterschiedlich ausgerichtete Magnetfelder aufeinanderstoßen und dabei Energie freisetzen. Dieses Phänomen dürfte ebenso auf der Sonne eine Rolle spielen, etwa bei Sonneneruptionen, wie auf der Erde bei der Entstehung von Polarlichtern.

Partnern aus Österreich an drei Geräten beteiligt
Das IWF hat federführend die Potentialregelung der Satelliten (ASPOC) entwickelt und gebaut, mit der die elektrostatische Aufladung der Satelliten kompensiert wird. Zudem waren die Grazer Wissenschaftler an der Entwicklung von zwei Instrumenten zur Vermessung magnetischer und elektrischer Felder in der Umgebung der Sonde beteiligt. Partner des IWF waren dabei das Wiener Weltraumunternehmen Ruag Space, der steirische Chiphersteller ams und die Fachhochschule Wiener Neustadt.

Die Missionsdauer ist auf 30 Monate ausgelegt. Die Satelliten sollen auf einer stark elliptischen Bahn in einer Entfernung von bis zu 160.000 Kilometern die Erde umkreisen.

Sonden kreisen in Pyramiden-Formation um Erde
Die 1,1 Milliarden Dollar (rund eine Milliarde Euro) teure Mission ist auf 30 Monate Jahre angelegt. Die vier Satelliten kreisen den Angaben zufolge auf einer stark elliptischen Bahn in einer Pyramiden-Formation und einer Entfernung von bis zu 160.000 Kilometern um die Erde. Sie sollen dreidimensionale Bilder aufnehmen und Daten sammeln. Wissenschaftler erhoffen sich von der Mission ein besseres Verständnis des Weltraumwetters und dessen Auswirkungen auf Kommunikationssysteme und Stromnetze auf der Erde.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden