Sa, 18. November 2017

„Nicht ganz trivial“

18.02.2015 14:13

Start der „WienMobil“-Karte verzögert sich

Die "WienMobil-Karte" soll Öffis, Citybikes, Parkgaragen und Taxis besser miteinander kombinierbar machen. Als Starttermin für diese Jahreskarte mit Zusatzfunktionen war bisher der 1. März in Aussicht gestellt worden. Der Wiener-Linien-Betriebsrat sprach sich am Mittwoch wegen angeblicher Probleme aber für eine spätere Einführung aus - tatsächlich dürfte sich das neue Ticket nun etwas verzögern.

Die weiterentwickelte Dauerkarte wird 377 Euro kosten. Sie gilt nicht nur als Öffi-Jahreskarte, sondern ist als bargeldloses Zahlungsmittel auch in allen Wipark-Garagen, an den Citybike-Stationen, bei E-Tankstellen der Wien Energie und in Taxis verwendbar. Um das Angebot attraktiver zu machen, wird es für einzelne Leistungen teils Rabatte geben. Ziel ist die unkompliziertere Verknüpfung diverser Mobilitätsformen.

Diese "WienMobil-Karte" - entwickelt von den Wiener Stadtwerken - rief nun den Zentralbetriebsrat der Wiener Linien, Michael Bauer, auf den Plan. Er monierte die angeblich noch nicht fehlerfreie Software sowie mangelhafte Personalressourcen im Kundendienst. "Deshalb wollen wir, dass der Termin überdacht wird", so Bauer. Denn von 18 zugesagten Dienstposten im Callcenter seien erst neun besetzt: "Das heißt, die Hälfte fehlt noch." Für die ausständigen Mitarbeiter laufe erst das Auswahlverfahren.

Es wird "mit Hochdruck" gearbeitet
Bei der Geschäftsführung der Wiener Linien räumte man ein, dass ein derart großes Projekt eine Herausforderung sei, "die nicht ganz trivial ist". Man habe aber die Kapazitäten in der Kundenbetreuung bereits erweitert und werde weiter verstärken, sagte ein Sprecher. Dass die Karte wie angekündigt mit 1. März über den Online-Shop in den Vertrieb gehen wird, darauf wollte man sich bei den Wiener Linien heute nicht mehr festlegen.

"Im Vordergrund steht für uns, dass bei Einführung alle angekündigten Dienstleistungen verfügbar sind und dass das Produkt funktioniert", so der Sprecher. Fraglich ist damit auch, ob der Plan, dass die "WienMobil-Karte" ab Anfang April nutzbar ist, hält. Auch dazu wollte man sich vorerst nicht näher äußern. Nur so viel: Es werde "mit Hochdruck" an der Sache gearbeitet.

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