So, 22. Oktober 2017

Dank Fahndungsfotos

04.11.2014 20:05

Brutale U-Bahn-Schläger in Wien ausgeforscht

Völlig aus dem Ruder gelaufen ist bereits Anfang September ein handfester Streit unter mehreren Nachtschwärmern in Wien - bis ein junger Mann nach einem Fausthieb auf den Gleisen der U-Bahn landete. Nach den Schlägern wurde - auch mit Fahndungsfotos in der "Krone" und auf krone.at - fieberhaft gesucht. Jetzt wurden sie ausgeforscht. Der Hauptverdächtige (17) sitzt in Haft.

Zu der Auseinandersetzung war es am 6. September gekommen: Es war bereits 5 Uhr nach einer durchzechten Nacht, als in der Linie U6 zwei Pärchen von den vier jungen Männern angepöbelt wurden. Ein böser Blick, eine freche Meldung, ein Wort führte zum anderen - und schon flogen in der Garnitur die Fäuste.

In der Station Michelbeuern verlagerte sich die Prügelei auf den Bahnsteig. Das Quartett konnte eines der Opfer - das die Mutter des 17-Jährigen beleidigt haben soll - isolieren. Nach einem neuerlichen Fausthieb schlug der mittlerweile wehrlose 20-jährige Wiener hart auf den Gleisen auf. Der mutmaßliche Schlägertrupp machte sich aus dem Staub, ohne Hilfe für den Verletzten zu holen. Der 20-Jährige konnte sich verletzt selbst in Sicherheit bringen.

Hoher Druck dank Fahndungsfotos
Was folgte, waren intensive Ermittlungen, Auswertungen von Überwachungsvideos und schließlich die Veröffentlichung von Fahndungsbildern. Das wurde offenbar selbst den vermeintlich hartgesottenen Burschen zu heiß. Zwei Verdächtige stellten sich, nachdem die Exekutive vor rund zehn Tagen sehr gute Fahndungsfotos veröffentlicht hatte.

Die beiden anderen, unter ihnen der Hauptverdächtige, wurden ausgeforscht. Laut Polizeisprecher Patrick Maierhofer hatte ein Fünfter, der ursprünglich ebenfalls verdächtigt wurde, nichts mit der Rauferei in der U6 zu tun. Insgesamt waren rund 80 zweckdienliche Hinweise auf die Täter eingegangen. Der 17-Jährige wanderte in Haft. Die anderen drei Verdächtigen wurden auf freiem Fuß angezeigt.

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