Sa, 24. Februar 2018

Arbeitslosen-Ranking

15.09.2014 15:44

Die Landkarte der Wirtschaftskrise

Wo ist die Arbeitslosigkeit am tiefsten, wo am höchsten - und was hat die Religion damit zu tun? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich das Schweizer Nachrichtenportal watson.ch und präsentiert eine Landkarte der Wirtschaftskrise.

Die Grafik oben illustriert die Arbeitslosenquote nach Europas Regionen. Dabei ist unverkennbar, dass dem Katholizismus zugewandte Länder wie Spanien und Italien eine höhere Quote aufweisen als protestantische Regionen. Dies entspreche laut watson.ch der These des deutschen Soziologen Max Weber, der 1904 in seinem Werk "Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus" konstatierte, dass Protestanten eher dem Kapital zugewandt sind und die Katholiken in diesem Sinne eher rückständig bleiben.

Überdies verweist der katholische Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann darauf, dass sich im Verlauf der Euro-Krise ein Graben zwischen Nord- und Südeuropa aufgetan habe, der entlang der christlichen Konfessionen verlaufe.

Die Wirtschafts- und Politikwissenschaftler Daron Acemoglu und James A. Robinson argumentieren in ihrem Buch "Why Nations Fail", dass die bisherigen Erklärungen für die Entstehung von staatlichem Wohlstand und Armut - zum Beispiel geografische Lage, Klima, Kultur, Religion oder die Wirtschaftspolitik - unzureichend seien.

Wirtschaftlicher Erfolg hänge in erster Linie von wirtschaftlichen und politischen Institutionen ab, schreiben die Autoren in ihrem Buch. Nur ein funktionierender demokratischer und pluralistischer Rechtsstaat sei in der Lage, Ideen und Talente voll auszuschöpfen. Dabei stufen die Autoren den Zusammenhang zwischen Religion und wirtschaftlicher Potenz als äußerst gering ein.

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