Di, 17. Oktober 2017

"Innere Eingebung"

05.09.2014 17:00

Kirche verwüstet: Junge Frau wollte Jesus erlösen

Umgestürzte Bänke, der Altar verschoben, ein Tuch beschmiert: So hat es am Dienstag in einer Kirche im steirischen Leoben ausgesehen. Anfangs deutete viel auf Satanisten hin. Doch nun gestand eine 22-Jährige die Tat. Sie wollte - laut eigenen Angaben - nichts verwüsten, sondern Jesus erlösen.

Nach dem Vandalenakt (Bericht siehe Infobox) erinnerte sich ein Polizist an einen Beziehungsstreit, bei dem sich ein Mann von seiner "sonderbaren" Freundin trennte, weil sie im Garten einen toten Vogel aufgebahrt hatte. Ein solcher lag auch am Dienstag in der Leobner St.-Xaver-Kirche. Der Verdacht viel dadurch schnell auf die junge Frau.

Bei der behutsam durchgeführten Einvernahme legte die psychisch kranke 22-Jährige ein umfassendes Geständnis ab. Ihren Angaben zufolge hatte sie eine "innere Eingebung", dass sie Jesus von seinem nun fast 2000 Jahre dauernden Leiden erlösen müsste. Im Zustand der Meditation, sagt sie, habe sie es geschafft, den etwa 300 Kilogramm schweren Altar um 90 Grad zu verdrehen. Von vorne sollte er nun wie ein Sarg aussehen, den sie mit einem weißen Tuch und Rosenblüten bedeckte.

Kirche zufällig ausgewählt
Auf das Tuch kritzelte sie eine teuflische Botschaft, dass die Kirche brennen würde. "Das Gotteshaus hat die Frau zufällig gewählt", beschwichtigt ein Polizeibeamter, "die Drohung war allgemeiner Natur und galt somit nicht dem Pfarrer Markus Plöbst." Die Steirerin bleibt auf freiem Fuß.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden