So, 22. Oktober 2017

Nach zehn Coups

28.02.2014 09:29

Polizei legt Rammbock-Bande das Handwerk

Sie haben Scheiben mit Vorschlaghämmern zertrümmert oder Autos als Rammböcke verwendet - jahrelang verbreiteten Blitzeinbrecher bei heimischen Elektromärkten Angst und Schrecken. Nach zehn Coups ging die Rammbock-Bande nun in Rumänien ins Netz. Parallel wurde auch in Österreich eine Gruppe dreister Einbrecher überführt.

Die Visitenkarte, die von der Bande stets zurückgelassen wurde: eine Spur der Verwüstung. Meist mit zuvor gestohlenen Fahrzeugen rasten die Täter in die Elektrogeschäfte und schnappten so viele Handys, iPads, Navigationsgeräte und Kameras wie möglich. Bis die durch die Alarmanlagen auf den Plan gerufenen Polizisten am Tatort eintrafen, waren die Verbrecher über alle Berge - bzw. bereits über die Grenze in Richtung Osten verschwunden.

Mindestens zehn Coups in Wien, Nieder- und Oberösterreich soll die Bande seit Mai 2011 auf diese Weise in Elektromärkten in Österreich - zuletzt im Dezember des Vorjahres in Wien-Simmering - gelandet haben. Geschätzter Gesamtschaden: mehr als eine Million Euro.

Nun konnte den Kriminellen jedoch das Handwerk gelegt werden. Im Zuge der Operation "Kent" wurden sechs Verdächtige in deren rumänischer Heimatstadt Drobeta Turnu gefasst. Innenministerin Mikl-Leitner erfreut: "Kriminalität kennt keine Grenzen, unsere Polizeiarbeit allerdings auch nicht!"

Achtköpfige Bande in Niederösterreich überführt
Eine weitere achtköpfige Bande reiste ebenfalls seit 2011 regelmäßig von Rumänien aus nach Österreich. Allerdings hatten diese Einbrecher Wohnhäuser, Firmen, Autos und Schrebergärten im Visier. Dank akribischer Ermittlungsarbeit der niederösterreichischen Kriminalisten konnten der Bande - drei Verdächtige sind bereits in Haft, nach fünf wird noch gefahndet - insgesamt 48 Coups in Nieder- und Oberösterreich nachgewiesen werden. Doch die Spuren der Täter ziehen sich durch halb Europa.

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