So, 17. Dezember 2017

"Krone"-Interview

11.12.2013 17:00

Kaiser Franz Josef planen die Rock-Herrschaft

Mit dem fünften Platz bei der "Großen Chance" bewies das junge Trio Kaiser Franz Josef, dass erdiger Hard Rock noch lange nicht ausgestorben ist. Jetzt legen die Wiener mit "Reign Begins" ihr Debütalbum vor und haben im "Krone"-Interview ausführlich über ihr ungewöhnliches Zusammenfinden, Entbehrungen, die mit dem "neuen Leben" einhergehen, und die Sinnlosigkeit von Halluzinogenen geplaudert.

Sie waren eine der außergewöhnlichsten Überraschungen der "Großen Chance" – die jungen Burschen von Kaiser Franz Josef bewiesen mit ihrem Sprung ins Finale, dass Österreich eine echte Rock-Nation ist. "Es war echt der Wahnsinn, ins Finale mit einer international totgesagten Musikrichtung zu kommen", schmunzeln sie selbst über ihren Erfolg.

Erfahrung mit Riesenkonzerten
Dass eine erdige Rockband bei einer Casting-Show teilnimmt, ist nicht üblich. Doch für Kaiser Franz Josef war gerade das Ungewöhnliche reizvoll. "Wir haben uns gedacht, dass die meisten Leute eine Band wie uns bei so einer Show nicht erwarten." Ersmals auf sich aufmerksam gemacht haben sie schon 2010, als sie vor knapp 100.000 Fans mit AC/DC am Flugplatz Wels spielten. Von der heutigen Besetzung war damals nur Sänger Sham dabei. "Es klingt vielleicht blöd, aber nervös war ich nicht. Besser als das wäre nur, wenn so viele Leute wegen uns kommen würden", fügt er lachend hinzu.

Die diversen Besetzungswechsel beinhalten auch eine lustige Geschichte. "Unser Bassist Can lief einfach mit seinem Basskoffer auf dem Gürtel Höhe Josefstädter Straße herum. Wir haben aus dem Auto rausgeschrien, ob er Bass spielen könne. Er sagte ja und ist eingestiegen. Das hat bei den Mädels nie so gut geklappt", lächelt Sham.

Unbescheidener Angriff
Deswegen wollen sie nun die Rock-Herrschaft in Österreich übernehmen, wie sie nicht ganz unbescheiden mit dem Titel ihres ersten Albums "Reign Begins" klarstellen. "Wir heißen Kaiser Franz Josef, wie hätten wir es denn sonst nennen sollen", meinen sie selbstbewusst. Mit dem druckfrischen Werk wollen sie sich in erster Linie bei Österreich bedanken, wie Sham betont, doch die Arbeit der drei jungen Burschen geht unaufhaltsam weiter.

"Das nächste Album sollte eigentlich in neun Monaten stehen, deshalb haben wir auch schon an den Arbeiten für den Nachfolger begonnen." Die Musik sehen die Jungs von KFJ mittlerweile als Full-Time-Job an. "Irgendwann musste ich mich entscheiden, ob ich im Bioladen weiterarbeite oder 13 Stunden täglich im Studio stehe", erklärt Sham. "Wenn man professionell Musik machen will, muss man die Zeit eines Vollzeitjobs investieren. Man macht zwar unbezahlte Überstanden, aber das ist halt der Preis für den Traumjob."

Musik als einzige Droge
Die Fußstapfen, in die sie treten, sind groß und legendär. Zu ihren Vorbildern zählen echte Rock-Haudegen wie Led Zeppelin oder Deep Purple. Nur den Lebensstil der Altrocker wollen sie nicht imitieren. Drogen sind bei ihnen tabu. "Ich lebe meinen Traum, mache tagein und tagaus Musik. Warum soll ich da Halluzinogene nehmen?", erklärt Sham. "Gesittetes Trinken ist aber absolut in Ordnung. Zum Beispiel einen edlen Weißwein zu einem schönen Lachsfilet."

Die Jung-Rocker sind am 16. Jänner live in der Wiener Szene zu sehen. Karten erhalten Sie unter 01/960 96 999 oder im "Krone"-Ticketshop.

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