Fr, 17. November 2017

Noch unbestätigt

12.11.2013 08:45

Lackner vor Ernennung zum Salzburger Erzbischof

Riesenüberraschung bei der Wahl des neuen Salzburger Erzbischofs aus dem Dreiervorschlag von Papst Franziskus: Die zwölf Domkapitulare haben sich offenbar auf den steirischen Weihbischof Franz Lackner, 56, eingeschworen. Er war eigentlich für die Nachfolge des Grazer Diözesanbischofs Egon Kapellari vorgesehen.

Spannender konnte es ja kaum werden: Das Geheimnis um den neuen Salzburger Erzbischof wurde am Montag gehandelt und bewacht wie ein Schatz. Das Domkapitel hat schließlich strenge Regeln einzuhalten. Und dennoch waren die Wege des Herrn und die einhergehenden Informationen und Gerüchte in diesem Fall nicht unergründlich.

Domkapitel suchte Mann der Mitte für Salzburg
Zwölf Domherren wählten am Sonntagabend aus dem Dreiervorschlag ihren neuen Oberhirten, eine Wahl die eindeutig ausfiel. Ein Mann der Mitte wurde gesucht und angekündigt. Und mit dem Grazer Franz Lackner wurde wohl die Idealbesetzung gefunden. Manche Hardliner in der Kirche mögen ihn als zu moderat empfinden, aber mit dem als freundlich und herzlich beschriebenen Geistlichen ist doch die beste Wahl für das Fortführen des Weges des beliebten Erzbischofs Alois Kothgasser gefunden worden. Das vernahm man gleich mehrfach aus dem Umfeld des Domquartiers.

Lackner ist ein Quereinsteiger. Er absolvierte die Elektrikerlehre und war UNO-Blauhelm auf Zypern. Er studierte in Rom Theologie und Philosophie und schloss mit dem Doktorat ab. Als Weihbischof ist er derzeit für die Jugendseelsorge zuständig.

Lackner muss die Wahl noch annehmen
Von Amtswegen war im Anschluss des Wahlganges der päpstliche Nuntius Stephan Peter Zurbriggen an der Reihe, das Ergebnis entgegenzunehmen und seine Heiligkeit Papst Franziskus in Rom die Botschaft zu überbringen. Voraussetzung ist natürlich, dass Lackner die Wahl bereits angenommen hat. Er hat dazu maximal acht Tage Zeit. Der Vorsitzende des Kapitels, Domdechant Hans-Walter Vavrovsky hüllt sich dazu noch in Schweigen. Nur soviel: "Ich hoffe, dass das Ergebnis bald publik wird."

Schließlich muss auch die Bundesregierung noch ihren "Segen" geben und keine politischen Vorbehalte gültig machen. Ein Termin steht wegen der Koalitonsverhandlungen noch nicht zur Verfügung. Doch ein "Nein" gab es in der Vergangenheit nie. Es scheint, dem neuen Bischof der Herzen steht somit nichts mehr im Wege.

Auch Weihbischof Laun und Rektor Wallner auf Vatikan-Liste
Auf dem Dreiervorschlag des Papstes standen neben Lackner noch der Salzburger Weihbischof Andreas Laun und der Rektor der Päpstlichen Hochschule in Heiligenkreuz, Karl Wallner. Er könnte die Nachfolge des Paradeintellektuellen in der Kirche, Egon Kapellari, antreten.

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