Sa, 18. November 2017

Swoboda, wer?

13.06.2013 14:45

Wir Österreicher kennen unsere EU-Abgeordneten nicht

Die Österreicher kennen ihre EU-Abgeordneten nicht - diesen Schluss lässt das Ergebnis einer Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik zu. Fast zwei Drittel (64 Prozent) können keinen einzigen Volksvertreter namentlich nennen.

Jene, die spontan am häufigsten genannt werden, sind Hannes Swoboda (18 Prozent/Bild) und Othmar Karas (14 Prozent). Jeweils sieben Prozent kennen Evelyn Regner und Hans-Peter Martin, fünf Prozent Andreas Mölzer. Weiters angeführt wurden - mit je drei Prozent - Jörg Leichtfried, Ulrike Lunacek, Ewald Stadler und Josef Weidenholzer. Alle weiteren Abgeordneten liegen darunter.

Zugleich erachten mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten jedoch die Arbeit und Tätigkeiten des Europäischen Parlaments als sehr wichtig. Fast ebenso viele (62 Prozent) sagen, dass das Parlament großen Einfluss auf EU-Entscheidungen hat.

"Jetzt rächt sich Mangel an Dialog und Information"
"Auch nach 18 Jahren EU-Mitgliedschaft gelingt es offenbar nur begrenzt, die Kluft zwischen Innen- und Europapolitik zu schließen und darzulegen, wie sehr diese miteinander verbunden sind. Dabei sind es gerade die EU-Abgeordneten, die im europäischen Gesetzgebungsprozess unmittelbar - und immer stärker - mitbestimmen und Beschlüsse treffen, die für jeden von uns relevant sind", erklärte Paul Schmidt, Generalsekretär der Gesellschaft für Europapolitik, am Donnerstag. "Jetzt rächt sich der Mangel an öffentlichem Dialog und kontinuierlicher Information."

Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft im April 2013 im Auftrag der Gesellschaft für Europapolitik durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 594 Personen per Telefon. Mehrfachnennungen waren möglich.

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