Mi, 17. Jänner 2018

Knappes Rennen

07.05.2012 22:28

Serbien: Tadic und Nikolic ringen um Präsidentenamt

Die serbische Wahlkommission bestätigte am Montag, dass der Demokrat Boris Tadic und der Chef der Serbischen Fortschrittlichen Partei (SNS), Tomislav Nikolic, in der Stichwahl am 20. Mai um das Präsidentenamt ringen werden. Die Neulingspartei bei den serbischen Parlamentswahlen, die vor dreieinhalb Jahren gebildete SNS des einstigen Ultranationalisten Nikolic, sicherte sich am Sonntag zudem die größte Mandatzahl im Parlament.

Nach Auszählung von 97,69 Prozent der Stimmzettel teilte die staatliche Kommission mit, dass Staatspräsident Tadic im ersten Wahlgang am Sonntag 969.639 Stimmen oder 25,34 Prozent erhalten hat. Nikolic blieb mit 956.588 Stimmen oder 24,99 Prozent knapp dahinter.

SNS im Parlament mit meisten Mandaten
Die offiziellen Ergebnisse der Parlamentswahl unterscheiden sich nach der Auszählung von 97,51 Prozent der Stimmzettel nur geringfügig von den zuvor mitgeteilten CESID-Hochrechnungen. Die SNS wird mit 24,01 Prozent der Stimmen 73 Mandate im 250-köpfigen Parlament erhalten. Mit 22,07 Prozent der Stimmen bzw. 67 Sitzen landete die DS auf dem zweiten Platz.

Den Sprung ins Parlament schafften auch noch die Sozialistische Partei (SPS) von Ivica Dacic mit 14,54 Prozent bzw. 44 Sitzen, die nationalkonservative Demokratische Partei Serbiens (DSS) mit 7 Prozent bzw. 21 Sitzen, die Liberaldemokratische Partei (LDP) mit 6,53 Prozent bzw. 20 Sitzen und die liberalen "Vereinigten Regionen Serbiens" (URS) mit 5,51 Prozent bzw. 16 Sitzen.

Ultranationalisten ohne Abgeordnete
Die ultranationalistische Serbische Radikale Partei (SRS) des Haager Angeklagten Vojislav Seselj wird zum ersten Mal nach mehr als 21 Jahren laut CESID keinen einzigen Abgeordneten haben. Noch vor vier Jahren hatte die Partei knapp 30 Prozent der Stimmen bei den Parlamentswahlen errungen. Danach kam es jedoch zur Spaltung und zur Bildung der SNS.

Im Parlament werden auch vier Parteien bzw. Bündnisse der Minderheiten vertreten sein. Die Liga der Vojvodina-Ungarn hat mit 1,8 Prozent der Stimmen 5 Sitze, die bosniakische Partei der Demokratischen Aktion (SDA) mit 0,6 Prozent der Stimmen einen Sitz, ebenso wie ein Bündnis mehrerer Parteien verschiedener Volksgruppen und die Walachenpartei NOPO.

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