Mo, 20. November 2017

Auf Lok geklettert

02.01.2012 08:53

16-Jähriger stirbt in OÖ durch 15.000-Volt-Stromschlag

Ein 16-Jähriger ist in der Neujahrsnacht am Bahnhof in Vöcklabruck in Oberösterreich durch einen 15.000 Volt starken Stromschlag ums Leben gekommen. Der Bursche war auf einen Triebwagen geklettert und dabei zu nahe an die Oberleitung geraten.

Die bisherigen Ermittlungen der Polizei haben ergeben, dass der 16-Jährige aus Frankenmarkt am Neujahrstag um 3.30 Uhr mit seinem Freund, einem 17-jährigen Mongolen, mit der Bahn von Vöcklabruck nach Hause fahren wollte. Die beiden gingen zum Bahnhof, mussten aber dort bis zur Abfahrt ihres Zuges um 5 Uhr früh noch warten.

Schüler von Triebwagen zu Boden geschleudert
Zu zweit saßen sie auf einer Bank, als der 17-Jährige aufstand, um zu einem im Bahnhofsbereich aufgestellten Lebensmittelautomaten zu gehen. "Er wollte sich Süßigkeiten besorgen", berichtete ein Polizist. Doch als der Jugendliche wieder zurückkam, sah er seinen Freund auf dem Dach eines Triebwagens stehen.

Plötzlich wurde der 16-Jährige vom Starkstrom erfasst und vor den Augen seines Freundes vom Triebwagen auf den Boden geschleudert. Trotz des schrecklichen Vorfalls und seines Schocks reagierte der 17-Jährige richtig: Er löschte die brennende Kleidung seines Freundes und begann dann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Kurz darauf waren ein Notarzt, Sanitäter und die Polizei vor Ort. 30 Minuten lang wurde noch versucht, den Verunglückten wieder ins junge Leben zurückzuholen - aber vergeblich. Für den 16-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Lichtbogen übergesprungen
Laut Obduktionsbericht sei der Bursche an Herzversagen gestorben, das durch einen sogenannten Stromdurchfluss verursacht worden war. Es sei daher zu keinem direkten Kontakt mit der 15.000 Volt starken Leitung gekommen, heißt es in dem Bericht, sondern es sei von einem Überspringen des Lichtbogens auszugehen. Das teilte die Sicherheitsdirektion Oberösterreich am Dienstag mit. Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter.

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