Sa, 16. Dezember 2017

Patienten bestätigen:

27.10.2011 10:26

Jacksons früherer Leibarzt "war nicht profitgierig"

Im Prozess gegen den früheren Leibarzt von Michael Jackson, Conrad Murray, haben frühere Patienten den Mediziner in Schutz genommen. Murray sei nicht "profitgierig", er nehme sich Zeit und lasse Fragen zu, sagte zum Beispiel der von der Verteidigung in den Zeugenstand gerufene Gerry Causey am Mittwoch. Causey gilt allerdings als "Patient und bester Freund" Murrays.

Zu Beginn des Prozesses hatte die Anklage die finanziellen Forderungen Murrays herausgestellt. Dieser habe als Leibarzt Jacksons zunächst fünf Millionen Dollar (3,6 Mio. Euro) pro Jahr gewollt. Schließlich akzeptierte er die Zahlung von 150.000 Dollar pro Monat.

Die Staatsanwaltschaft wirft Murray fahrlässige Tötung vor. Sie ist überzeugt, dass der Leibarzt Jackson die Überdosis Propofol gegeben hat, die zum Tod des "King of Pop" im Juni 2009 führte. Im Fall einer Verurteilung drohen dem 58-Jährigen bis zu vier Jahre Haft.

Auch Krankenschwester um Narkosemittel gebeten
Nach Aussage einer Krankenschwester hat Jackson schon zwei Monate vor seinem Tod um das Narkosemittel Propofol gebeten und sich dabei auf die Empfehlung von Ärzten berufen. Mediziner hätten ihm versichert, dass er das Mittel nehmen könne, solange er unter Beobachtung bleibe, zitierte die Krankenschwester Cherilyn Lee den "King of Pop" bei ihrer Aussage am Dienstag.

Jackson habe konkret um die intravenöse Behandlung mit der Propofol-Sorte Diprivan gebeten und erklärt, dies sei das einzige Mittel, das ihm beim Einschlafen helfe. Lee lehnte es eigenen Angaben zufolge jedoch ab, das Medikament zu verabreichen, da es sich um ein Narkosemittel für Operationen handelte.

Am Montag hatte bereits der Arzt Allan Metzger vor Gericht erklärt, Jackson habe schon zwei Monate vor seinem Tod im Juni 2009 um ein intravenöses Schlafmittel gebeten.

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