Do, 22. Februar 2018

"Abschalten! Jetzt!"

25.04.2011 20:09

500.000 Menschen gegen den Atom-Wahnsinn

Nach dem Drama von Fukushima startete die "Krone" eine Anti-Atom-Aktion: Seither haben mehr als eine halbe Million Österreicher für den europaweiten AKW-Ausstieg unterschrieben. Anlässlich des 25. Jahrestages von Tschernobyl sprachen sich Regierung, Opposition und Kirche geschlossen gegen den Atom-Wahnsinn aus.

"Abschalten! Jetzt!" – Vor dem Salzburger Dom und auf dem Wiener Stephansplatz gedachten am Montag Tausende Österreicher der Opfer der Atomkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl. So setzten am Vorabend des 25. Jahrestages des Super-GAUs in der Ukraine Regierungspolitiker, Opposition und Kirche ein Zeichen für das Abschalten der Kernkraftwerke.

"Wir Österreicher haben 1978 Nein zur Atomkraft gesagt. Und wir sollten uns auch jetzt im Kampf gegen die Atomlobby nicht auseinanderdividieren lassen. Schmieden wir gemeinsam ein europaweites Bündnis gegen Atomkraft – mit dem Ziel, dass Europas Bevölkerung Nein zur Kernenergie sagt", so Kanzler Werner Faymann.

Mehr als 500.000 Unterschriften gesammelt
In den vergangenen sechs Wochen haben mehr als 500.000 Österreicher den Atom-Protest unterzeichnet. Stimmen besorgter und verärgerter Bürger, die nur eines wollen: dass unsere Politiker in der Anti-Nuklear-Politik endlich am selben Strang ziehen.

Per Link in der Infobox kannst du noch bis 1. Mai für einen europaweiten AKW-Ausstieg unterschreiben!

Für Grünen-Chefin Eva Glawischnig, die den Anti-Atom-Protest ebenso wie die Chefs von FPÖ und BZÖ unterzeichnet hat, sind Tschernobyl und Fukushima Symbole der Risikogesellschaft, in der wir leben: "Wir werden dieses Restrisiko, das Millionen Menschen täglich bedroht, nie in Kauf nehmen. Tschernobyl bestimmt bis heute Gegenwart und Zukunft von sieben Millionen Menschen, die durch den GAU alles verloren haben."

Schönborn mit bewegender Botschaft
Bewegend dann auch die Grußbotschaft von Kardinal Christoph Schönborn, der betet, "dass wir gemeinsam ethisch verantwortbare Arten des Umgangs mit den Ressourcen der Natur finden, ohne unsere Lebenswelt zu gefährden".

von Christoph Matzl und Mark Perry, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden